
Psychologie: Umziehen - Wie ein neuer Ort sich wieder wie zu Hause anfühlen kann
Zwischen Kartons und Neuanfängen Wie kann man ankommen, wenn man ständig umzieht? Kartons packen kann ich. Ankommen nicht. In den letzten fünf Jahren bin ich siebenmal umgezogen und habe das Gefühl von zu Hause...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Zwischen Kartons und Neuanfängen Wie kann man ankommen, wenn man ständig umzieht? Kartons packen kann ich. In den letzten fünf Jahren bin ich siebenmal umgezogen und habe das Gefühl von zu Hause unterwegs verloren.
Eine Psychologin verrät, wie es sich wiederfinden lässt. Von Andrea Paarsch 17. 40 Uhr Zur Merkliste hinzufügen X.
Die Einzelheiten
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Viele ziehen in ihren Zwanzigern häufig um: Studium hier, Praktikum da, Job dort Foto: Shotshop / IMAGO Sie können den Artikel leider nicht mehr aufrufen. Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet.
Beim Packen bin ich Profi. Ich weiß, dass Kartons mit Büchern zu schwer werden, lange bevor sie voll sind. Ich wickle Gläser so in Handtücher, dass sie den Umzug überleben.
Und ich weiß auch: »Krimskrams« ist keine gute Beschriftung für einen Karton, sondern eine Einladung, ihn niemals auszupacken. Denn in den letzten fünf Jahren bin ich siebenmal umgezogen: für Praktika, mein Bachelorstudium, noch mal Praktika, nun den Master. Die Zwanziger sind für viele eine Zeit des Aufbruchs.
Was Experten sagen
Wir suchen den passenden Ausbildungsplatz, das Traumpraktikum oder den ersten Job. In einer Arbeitswelt voller befristeter Verträge müssen wir flexibel bleiben, ständig bereit für die nächste Station. Und dann ist da noch der Wunsch, möglichst viele unterschiedliche Erfahrungen zu machen, solange noch alles offen scheint.
Laut einer Umfrage der Beratungsfirma EY aus dem Jahr 2025 sind 68 Prozent der Studierenden bereit, nach ihrem Abschluss für einen Job in ein anderes Bundesland ziehen. Jede fünfte junge Person denkt laut der aktuellen Trendstudie »Jugend in Deutschland« sogar darüber nach, auszuwandern. Mobilität ist für viele von uns normal.
Ich habe mich daran gewöhnt, Dinge schnell einzupacken. Woran ich mich aber nicht gewöhnt habe: Dinge zurückzulassen. Denn bei jedem Umzug lasse ich mehr als die alten Wohnungsschlüssel hinter mir: das Wissen, welches Gericht man in der Mensa besser meidet.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





