
Pulitzer-Preise: Trump-kritischer Journalismus gewinnt
Pulitzer-Preise : Trump-kritischer Journalismus gewinnt Von Frauke Steffens, New York 05.05.2026, 00:53 Lesezeit: 3 Min. Bildbeschreibung ausklappen Mike Williams and Heather Carpenter von der Nachrichtenagentur freuen...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Pulitzer-Preise : Trump-kritischer Journalismus gewinnt Von Frauke Steffens, New York 05. 2026, 00:53 Lesezeit: 3 Min. Bildbeschreibung ausklappen Mike Williams and Heather Carpenter von der Nachrichtenagentur freuen sich über den Pulitzer-Preis.
Bei den diesjährigen Pulitzer-Preisen werden viele Arbeiten ausgezeichnet, die sich mit den Folgen von Donald Trumps Regierungspolitik befassen. Die Verleihung zeigt auch die Relevanz des Lokaljournalismus. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App In New York hat das Preiskomitee an der Columbia Universität die Pulitzer-Preise vergeben.
Die Einzelheiten
Sie gingen an Journalistinnen, Schriftsteller, Dichter und Dramatikerinnen. Viele der ausgezeichneten Arbeiten setzen sich direkt mit der zweiten Amtszeit von Donald Trump auseinander. Den besonders prestigeträchtigen Pulitzer-Preis für besondere gesellschaftliche Verdienste erhielt die Redaktion der „Washington Post“ für ihre Berichterstattung über drastische Einschnitte in Bundesbehörden.
Eine weitere Auszeichnung bekam das Blatt für seine Recherchen zu Trumps Abschiebepolitik. Die „New York Times“ wurde für investigative Berichte geehrt, die offenlegten, wie Trump Regeln zu Interessenkonflikten unterläuft und politische Macht zur wirtschaftlichen Bereicherung von sich und seinem Umfeld nutzt. Das Blatt gewann auch für die Fotoreportagen von Saher Alghorra aus Gaza.
Gessen erhielt den Preis für Kolumnen über den Aufstieg des Autoritarismus. Auch bei der Nachrichtenagentur wurden mehrere Journalisten ausgezeichnet: Ned Parker, Linda So, Peter Eisler und Mike Spector untersuchten die Ausweitung exekutiver Macht und den gezielten Einsatz staatlicher Mittel gegen politische Gegner. Jeff Horwitz und Engen Tham zeigten, wie das Unternehmen Meta Risiken für Nutzer, darunter auch Kinder, in Kauf nimmt.
Was Experten sagen
Investigative Recherchen gewinnen Bei einigen der prämierten Regionalzeitungen standen ebenfalls Auswirkungen der nationalen Politik im Mittelpunkt: Die „Chicago Tribune“ wurde für ihre Berichterstattung über verschärfte Abschiebungen geehrt. Susie Neilson, Megan Fan Munce und Sara DiNatale vom „San Francisco Chronicle“ erhielten einen Preis für ihre Serie „Burned“. Darin zeigen sie, wie Versicherungen mithilfe algorithmischer Modelle Schäden nach Waldbränden systematisch zu niedrig bewerten.
Eine Sonderauszeichnung ging an Julie K. Brown vom „Miami Herald“. Ihre jahrelangen Recherchen hatten enthüllt, wie Jeffrey Epstein trotz schwerer Vorwürfe lange strafrechtlicher Verfolgung entgangen war.
Für internationale Berichterstattung zeichnete das Pulitzer-Komitee ein Team der Associated Press aus, darunter Dake Kang, Garance Burke und Byron Tau. Ihre Recherche zeichnete nach, wie moderne Überwachungstechnologien global eingesetzt werden, von China bis zu den amerikanischen Grenzbehörden.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





