
Rebellische Nonnen: „Jetzt werden wir zu dritt angezeigt“
Rebellische Nonnen : „Jetzt werden wir zu dritt angezeigt“ Von Matthias Rüb, Rom 30.04.2026, 13:36 Lesezeit: 4 Min. Bildbeschreibung ausklappen In ihrer Kirche in Salzburg: die Nonnen Rita, 82, Bernadette, 88 and...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Rebellische Nonnen : „Jetzt werden wir zu dritt angezeigt“ Von Matthias Rüb, Rom 30. 2026, 13:36 Lesezeit: 4 Min. Bildbeschreibung ausklappen In ihrer Kirche in Salzburg: die Nonnen Rita, 82, Bernadette, 88 and Regina, 86 Seit Monaten machen drei österreichische Nonnen Schlagzeilen, weil sie ihr Kloster nicht verlassen wollen.
Nun sind sie offenbar ohne Erlaubnis nach Rom gereist. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Und dann waren sie am Mittwochvormittag doch plötzlich in Rom , bei strahlendem Sonnenschein auf dem Petersplatz, mitten in der Masse der Gläubigen und Pilger bei der wöchentlichen Generalaudienz von Papst Leo XIV. Es geht um die drei betagten Augustiner-Chorfrauen aus dem Kloster Goldenstein bei Salzburg, die vor einem guten halben Jahr als die „rebellischen Nonnen“ zu einem veritablen Medienphänomen geworden sind.
Die Einzelheiten
Die drei, das sind Schwester Bernadette (88 Jahre alt), Schwester Regina (86) und Schwester Rita (82). Dabei war noch am Dienstagabend zu erfahren gewesen, die geplante Reise nach Rom sei abgesagt worden. Weder der Konvent der Schwestern noch das für Orden zuständige Dikasterium im Vatikan hätten ihre Erlaubnis gegeben.
Die Geschichte, die die Nonnen zu den prominenten Rebellinnen machte, begann Ende 2023. Seinerzeit veranlasste Propst Markus Grasl vom Stift Reichersberg, der für die drei im Kloster Goldenstein verbliebenen Chorfrauen sowie auch für das Gebäude zuständig ist, die Unterbringung der Schwestern in einem Alters- und Pflegeheim sowie die Auflösung von deren Hausstand in dem Kloster. Die Gebäude des Klosters und des Mädcheninternats Goldenstein, wo einst auch Romy Schneider auf der Schulbank saß, gehören seit 2022 der Erzdiözese Salzburg und dem Stift Reichersberg am Inn, wo die Kongregation der österreichischen Augustiner-Chorherren ihren Sitz hat.
Die Nonnen kehrten kurzerhand zurück Die Schwestern geben an, sie seien ohne vorherige Information und Vorbereitung in das Pflegeheim verbracht worden, obschon ihnen vom Erzbistum und dem Stift der Verbleib in ihrem geliebten Kloster bis zum Ende ihrer irdischen Tage zugesagt worden sei. Denn dort haben die drei Schwestern ihr gesamtes erwachsenes Leben verbracht, als Lehrerinnen und Betreuerinnen in der Klosterschule. Anfang September 2025 waren die drei Nonnen dann gegen den Willen und ohne die Zustimmung des Propstes in „ihr“ Kloster Goldenstein zurückgekehrt.
Die Hausbesetzerinnen in Nonnentracht wurden sogleich zu einer guten Mediengeschichte. Von Beginn an waren freilich auch Akteure beteiligt, denen eher an einem schönen Scoop als am Wohlergehen der drei Schwestern gelegen schien. Es gab Interviews in Zeitungen und Illustrierten, es gab Podcasts, Radio- und Fernsehberichte, auch ein Buchprojekt ist in Arbeit.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





