
Reichsbürgerprozess: „Wir Zivilisten wussten ja von nichts“
Reichsbürgerprozess : „Wir Zivilisten wussten ja von nichts“ Von Alexander Jürgs 19.05.2026, 15:17Lesezeit: 2 Min. In Frankfurt angeklagt: Heinrich XIII. Prinz Reuß (Mitte) zwischen Anwälten im Gerichtssaal. Das Foto...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Reichsbürgerprozess : „Wir Zivilisten wussten ja von nichts“ Von Alexander Jürgs 19. 2026, 15:17Lesezeit: 2 Min. In Frankfurt angeklagt: Heinrich XIII.
Prinz Reuß (Mitte) zwischen Anwälten im Gerichtssaal. Das Foto entstand im Juni 2024. Lucas BäumlIm Frankfurter Reichsbürgerprozess sagt der Hauptangeklagte Prinz Reuß aus: Mit der Verschwörergruppe, deren Kopf er laut Anklage sein soll, will er nicht viel zu tun gehabt haben.
Die Einzelheiten
Vor Gericht stellt er sich als Geprellter dar. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Es ist eine seltsame Form der Aussage: Im sogenannten Reichsbürgerprozess gibt Heinrich XIII. Prinz Reuß in einer Art Frage-und-Antwort-Spiel mit seinem Anwalt Roman von Alvensleben Auskunft.
Der Verteidiger stellt vorbereitete Fragen, der Angeklagte antwortet. So könne er sich besser konzentrieren, hatte Reuß argumentiert – das Gericht akzeptiert die ungewohnte Form. Seit Mitte April spricht Reuß auf diese Weise über die gegen ihn erhobenen Tatvorwürfe.
Vorgeworfen wird ihm in dem nun beinahe zwei Jahre dauernden Prozess, Rädelsführer einer Gruppe von Reichsbürgern gewesen zu sein, die einen gewaltsamen Umsturz plante. Schon mehrmals hat Reuß dem vor dem Frankfurter Oberlandesgericht widersprochen: „Putschpläne“ habe er niemals verfolgt, er sei „kein Terrorist“, beteuert der adlige Immobilienunternehmer. Die „Erdallianz“ sollte entführte Kinder befreienAm Dienstag spricht er jetzt noch einmal ausführlich über den „Tag X“, dem die Gruppe um ihn entgegenfieberte.
Was Experten sagen
Sie glaubten, dass eine Geheimarmee, die „Erdallianz“, einmarschieren würde, um in unterirdischen Tunneln gefangene Kinder zu befreien und die Regierung zu stürzen. Auf dem Messengerdienst Telegram sei der Einmarsch „seit Jahren schon“ Gesprächsstoff gewesen, im September 2022 sollte er kurz bevorstehen. Der Mitangeklagte Rüdiger von Pescatore, ein früherer Elitesoldat der Bundeswehr, hatte das der Gruppe mitgeteilt – er galt unter ihnen als „Verbindungsmann“ zu der obskuren Geheimarmee.
Prinz Reuß sagt, er habe sich nicht aktiv auf den „Tag X“ vorbereitet. Man habe ihm nur gesagt, er solle sich bereithalten – um nach dem Eingreifen der „Erdallianz“ Teil einer Übergangsregierung zu werden. In andere Pläne sei er nicht involviert gewesen.
„Wir Zivilisten wussten ja von nichts. “Großrazzia: Im Dezember 2022 wurde Prinz Reuß im Frankfurter Nordend festgenommen. dpaIn seiner Aussage stellt Reuß die Gruppe, die nun vor Gericht steht, als eine lediglich „lose Struktur“ und eine Art „Thinktank“ dar.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





