
Rekorddefizit in Frankfurt: Abrechnung im doppelten Sinne
Rekorddefizit in Frankfurt : Abrechnung im doppelten Sinne Ein Kommentar von Bernhard Biener 07.05.2026, 08:36Lesezeit: 2 Min. Nicht nur bei der Kinderbetreuung gewährt Frankfurt den Eltern eine finanzielle...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Rekorddefizit in Frankfurt : Abrechnung im doppelten Sinne Ein Kommentar von Bernhard Biener 07. 2026, 08:36Lesezeit: 2 Min. Nicht nur bei der Kinderbetreuung gewährt Frankfurt den Eltern eine finanzielle Entlastung.
Lando HassIm Frankfurter Haushalt fehlt so viel Geld wie seit 20 Jahren nicht. Das liegt an den Ausgaben, und deswegen ist eine Besserung nicht zu erwarten. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Jahresabschluss – das Wort klingt höchstens aufregend, wenn man Buchhalter ist.
Die Einzelheiten
Dabei zeigt sich in der Nachbetrachtung, wenn alle Zahlen vorliegen, wie es um die finanzielle Lage der Stadt Frankfurt tatsächlich bestellt ist. Diesmal ist die Vorlage des Abschlusses durch Kämmerer Bastian Bergerhoff (Die Grünen) im doppelten Sinn zum Tag der Abrechnung geworden. Nicht nur, dass im städtischen Etat mit knapp 400 Millionen Euro eine so große Lücke klafft wie seit 20 Jahren nicht.
Das Defizit ist umso alarmierender, als die Gewerbesteuer nach wie vor fast auf Rekordniveau liegt. Der Kämmerer hat, neben schwer zu beeinflussenden Faktoren wie den Sozialhilfeleistungen und Versorgungsrückstellungen als Folge eines Gerichtsurteils, die mangelnde Budgetsteuerung insbesondere von Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) mit für den Fehlbetrag verantwortlich gemacht. Es ist nicht das erste Mal, dass Bergerhoff mit seiner Kollegin in Gelddingen aneinandergerät.
Als Weber vor anderthalb Jahren Zusatzeinnahmen von 300 Millionen Euro aus der Gewerbesteuer für sich reklamierte, warf er ihr Vernachlässigung der Kernaufgaben vor. Auch das Kulturdezernat von Ina Hartwig (SPD) weist 20 Millionen Euro Mehrausgaben aus, die weder aus dem eigenen Budget noch durch Gremienbeschlüsse gedeckt sind. Der Kämmerer spricht von „Missachtung haushaltsrechtlicher Vorgaben“.
Was Experten sagen
Kämmerer Bergerhoff vertieft die GräbenSeine Vorwürfe fallen in die Suche nach einer neuen Mehrheit im Römer, bei der sich CDU und SPD näher sind als SPD und Grüne, die sogar eine Abwahl ihrer Dezernenten fürchten müssen. Der Ordnungsruf Bergerhoffs vertieft den Graben weiter. Sein Fazit, dass die Politik auch in Finanzdingen ehrlicher werden müsse, ist völlig richtig.
Doch auch er hat zuletzt die mit dem Haushalt 2026 beschlossenen Zusatzausgaben durch Mitarbeiterzuschlag und gebührenfreie Krippenbetreuung zugelassen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





