
Rheinland-Pfalz: Schweitzer macht die Niederlage zum persönlichen Sieg
Rheinland-Pfalz : Schweitzer macht die Niederlage zum persönlichen Sieg Von Timo Steppat, Mainz 06.05.2026, 17:06Lesezeit: 3 Min. Partner: Gordon Schnieder und Alexander Schweitzer am MittwochmittagdpaIn Rheinland-Pfalz...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Rheinland-Pfalz : Schweitzer macht die Niederlage zum persönlichen Sieg Von Timo Steppat, Mainz 06. 2026, 17:06Lesezeit: 3 Min. Partner: Gordon Schnieder und Alexander Schweitzer am MittwochmittagdpaIn Rheinland-Pfalz verlor die SPD zum ersten Mal nach 35 Jahren eine Landtagswahl.
Trotzdem wird Alexander Schweitzer jetzt Fraktionsvorsitzender – und hat wenig zu befürchten. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Als der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) am Mittwochmittag im Staatstheater in Mainz eintrifft, um den Koalitionsvertrag mit der CDU zu unterschreiben, gratulieren ihm die Verhandlungspartner zu seinem neuen Job. Am Morgen war Schweitzer einstimmig zum Fraktionsvorsitzenden der SPD im Landtag gewählt worden.
Die Einzelheiten
Mai, wenn der CDU-Politiker Gordon Schnieder zum neuen Ministerpräsidenten gewählt werden soll, will Schweitzer das Amt antreten, das er bereits von 2014 an sieben Jahre lang innehatte. Die bisherige Fraktionsvorsitzende Sabine Bätzing-Lichtenthäler macht Schweitzer Platz, sie gilt als gesetzt im künftigen Kabinett. Über Schweitzer sagte Bätzing-Lichtenthäler am Mittwoch: „Ich bin überzeugt: Er ist der Richtige.
“ Sie klang wie im Wahlkampf, als sich die Partei um Schweitzer scharte. Dass die SPD mit ihm an der Spitze fast zehn Prozentpunkte einbüßte und zum ersten Mal seit 35 Jahren die Staatskanzlei verlor, scheint an Schweitzers Stellung in der Partei wenig geändert zu haben. Er dürfte auch in den kommenden fünf Jahren das wichtigste Gesicht der SPD in Rheinland-Pfalz sein.
Kein mächtiger GegenspielerNach der Wahlniederlage schien Schweitzer für wenige Stunden planlos zu sein. Erst ließ er sich am Wahlabend nicht blicken, dann gestand er die Niederlage halbherzig ein. Schon am nächsten Tag aber ließ er sich vom Landesvorstand das Mandat erteilen, die Koalitionsverhandlungen mit der CDU zu führen.
Was Experten sagen
Kritik an ihm gab es dem Vernehmen nach nicht. Die Gründe für die Niederlage wurden fast ausschließlich bei der Bundespartei gesucht. Dass Schweitzer die Verhandlungen führte, stellte er selbst als eine Art Dienst an der Partei dar.
In ein Kabinett eintreten wollte er nicht, das hatte er vor der Wahl versprochen. Nur sein Landtagsmandat wolle er antreten, sagte Schweitzer. Vielleicht werde er auch in der „vierten Reihen“ sitzen, sagte er, als er nach seiner Zukunft gefragt wurde.
Zum Ehrgeiz von Alexander Schweitzer wollte das nicht passen. Der Fraktionsvorsitz war für ihn die beste Option. Falls es interne Konflikte innerhalb der SPD gab, drangen sie nicht nach außen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





