
Riechorgan: Dem Geruchssinn auf der Spur
Riechorgan : Dem Geruchssinn auf der Spur Von Joachim Müller-Jung 06.05.2026, 08:42Lesezeit: 1 Min. Unter dem Mikroskop erscheint der mit Farbstoffen sichtbar gemachte Gewebeschnitt der Mäuse-Nase wohlgeordnet.Datta...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Riechorgan : Dem Geruchssinn auf der Spur Von Joachim Müller-Jung 06. 2026, 08:42Lesezeit: 1 Min. Unter dem Mikroskop erscheint der mit Farbstoffen sichtbar gemachte Gewebeschnitt der Mäuse-Nase wohlgeordnet.
Datta LabMit fluoreszierenden Farben haben Forscher erstmals Geruchszellen von Mäusen kartografiert. Ein Blick durchs Mikroskop zeigt eine überraschend klare Struktur. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die Geruchswelt und ihre Wahrnehmung durch die Nase sind so komplex, wie sie alltagsrelevant ist: Stört etwas das Riechen, leidet der Organismus – sei es, weil damit die Geschmackswahrnehmung beeinträchtigt ist, oder, für viele noch wichtiger, weil die Psyche leidet.
Die Einzelheiten
Depressionen können die Folge sein. Für viele Tiere ist der Geruch sogar überlebenswichtig. So auch für Mäuse, die über mehr als tausend unterschiedliche Geruchsrezeptoren auf der Oberfläche von gut 20 Millionen Sinneszellen verfügen.
Der Mensch besitzt etwa in der Nase halb so viele Geruchsrezeptortypen – aber immer noch weit mehr als die lediglich drei Sinneszelltypen im Auge. Wie genau die Geruchssinneszellen in der Nase organisiert und neurologisch vernetzt sind, ist noch ein Rätsel. Nun haben amerikanische Forscher von der Harvard University im Journal „Cell“ zumindest für Mäuse die erste umfassende Kartierung der mehr als tausend Typen von Geruchsrezeptoren abgeschlossen.
Sie nutzten dazu gentechnisch manipulierte Mäuse, deren Sinnesrezeptoren jeweils mit einem grün fluoreszierenden Farbstoff markiert worden sind.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





