
Risiko Motorradfahren: Ohne Airbag und Knautschzone
Risiko Motorradfahren : Ohne Airbag und Knautschzone Von Ralf Euler 09.05.2026, 16:38Lesezeit: 3 Min. Zwei Motorradfahrer fahren auf der Bundesstraße 85 in Richtung Kulmbach.dpaSeit Mitte April wurden allein in Hessen...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Risiko Motorradfahren : Ohne Airbag und Knautschzone Von Ralf Euler 09. 2026, 16:38Lesezeit: 3 Min. Zwei Motorradfahrer fahren auf der Bundesstraße 85 in Richtung Kulmbach.
dpaSeit Mitte April wurden allein in Hessen ein Dutzend Biker getötet oder lebensgefährlich verletzt. Nicht immer sind es die anderen, die Motorradfahren so gefährlich machen. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App „Auto gerät auf Gegenfahrbahn – Motorradfahrer tot“, „Motorradfahrer auf Autodach geschleudert – schwer verletzt“, „Motorradfahrer prallt gegen Leitplanke und stirbt“: drei Überschriften von insgesamt einem Dutzend Meldungen über Verkehrsunfälle, bei denen zwischen Mitte April und Anfang Mai motorisierte Zweiradfahrer in Hessen getötet oder lebensgefährlich verletzt wurden.
Die Einzelheiten
Motorradfahren bleibt trotz moderner Technik und Schutzkleidung ein hohes, oft unterschätztes Risiko. Die Zahl der in ganz Deutschland bei Verkehrsunfällen getöteten Biker lag in den vergangenen 20 Jahren jeweils zwischen 500 und 700. Im Jahr 2024 kamen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 513 motorisierte Zweiradfahrer auf diese Weise ums Leben, 41 davon in Hessen.
Von Januar bis November 2025 gingen die Zahlen in Deutschland leicht zurück: 41 Biker weniger als im Vorjahr verloren bei Unfällen ihr Leben (minus acht Prozent). Tödliche Karambolagen mit Motorradfahrern bleiben in Deutschland ein Dauerthema für Verkehrssicherheitsbehörden. Während die Gesamtzahl der Verkehrstoten seit Jahren eher rückläufig ist, zeigen die Werte bei Krafträdern kein gleichmäßiges „Herunterzählen“, sondern sie schwanken über die Jahre – stark abhängig von Saison, Wetter und Fahrleistung.
Entsprechend mahnen Polizei und Verkehrsverbände: Gerade auf dem Motorrad führen schon kleine Fahrfehler oder kurze Unachtsamkeit häufig zu schweren, teils tödlichen Folgen. Opferzahlen schwanken von Jahr zu JahrDer Automobilclub ADAC warnt zum Start der Motorradsaison regelmäßig vor einer erhöhten Unfallgefahr. Das Risiko, im Straßenverkehr tödlich zu verunglücken, sei für Motorradfahrer mehr als viermal so hoch wie für Autofahrer.
Was Experten sagen
In Zahlen ausgedrückt: 10,6 Todesfälle bei Bikern im Vergleich zu 2,3 je 100. 000 Fahrzeuge bei Autos. Verbunden wird dieser Hinweis mit einer doppelten Mahnung: Motorradfahrende sollten einkalkulieren, dass sie oft schlechter wahrgenommen würden, während sich Autofahrer bewusst machen müssten, dass in den Monaten April bis Oktober verstärkt mit Motorradfahrern zu rechnen sei.
Häufige Unfallursache: Fehler beim ÜberholenPolizeiliche Saisonbilanzen zeichnen ein Bild, das sich vielerorts ähnelt: Ein großer Teil der schweren Unfälle hat mit dem Fahrverhalten der Biker zu tun – nicht nur mit den Fehlern anderer Verkehrsteilnehmer. In einer Bilanz zur Motorradsaison 2024 in Baden-Württemberg heißt es etwa, mehr als die Hälfte aller tödlichen Motorradfälle sei durch die Zweiradfahrer selbst verursacht worden.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





