
Russische Exilopposition: Streit in Nawalnyjs Organisation
Russische Exilopposition : Streit in Nawalnyjs Organisation Von Reinhard Veser 12.05.2026, 18:49Lesezeit: 4 Min. Gedenken an Alexej Nawalnyj vor der russischen Botschaft in Berlin an seinem zweiten Todestag am 16....
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Russische Exilopposition : Streit in Nawalnyjs Organisation Von Reinhard Veser 12. 2026, 18:49Lesezeit: 4 Min. Gedenken an Alexej Nawalnyj vor der russischen Botschaft in Berlin an seinem zweiten Todestag am 16.
Februar 2026dpaIm „Fonds zum Kampf gegen die Korruption“ eskalieren interne Konflikte. Weggefährten Alexej Nawalnyjs überziehen sich gegenseitig mit schweren Vorwürfen. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Nach dem Tod Alexej Nawalnyjs in einem russischen Straflager im Februar 2024 kündigte seine Witwe Julija Nawalnaja an, sie werde das Werk ihres Mannes fortsetzen.
Die Einzelheiten
Doch der von ihm gegründete „Fonds zum Kampf gegen die Korruption“ (FBK) macht seit Monaten mehr mit internen Querelen und Konflikten mit anderen Regimegegnern im Exil von sich reden als mit Aktionen gegen das Regime in Russland. Diese Woche haben die offenbar seit Langem schwelenden Streitigkeiten im FBK, die immer wieder in Bruchstücken nach außen drangen, einen neuen Höhepunkt erlebt: Der langjährige Direktor des FBK Iwan Schdanow beschuldigte seine einstigen Mitstreiter in einem Interview, die in Nawalnyjs Losung „Nicht lügen und nicht stehlen“ zusammengefassten Prinzipien der Organisation verraten zu haben. Julija Nawalnaja antwortete darauf mit einem langen Post auf der Plattform X: Schdanows Äußerungen seien ein „echter Schock“ für sie.
Sie erklärte, sie habe Schdanow im Herbst vorigen Jahres von seinem Posten entlassen, weil er ein „schwacher Anführer“ gewesen sei. Externer Inhalt von Twitter Um externe Inhalte anzuzeigen, ist Ihre widerrufliche Zustimmung nötig. Dabei können personenbezogene Daten von Drittplattformen (ggf.
USA) verarbeitet werden. Weitere Informationen . Externe Inhalte aktivieren Sie wirft ihm vor, ihm sei „gleichgültig“ gewesen, was in der Organisation vorgegangen sei.
Was Experten sagen
Schdanows Vorwürfe seien eine „Lüge“ – und wenn sie wahr wären, trüge er als Direktor der Organisation die volle Verantwortung dafür. Auch andere führende Mitglieder des FBK antworteten scharf auf Schdanows Vorwürfe: Alle Anschuldigungen fielen auf ihn selbst zurück, da er selbst zum engsten Führungskreis gehört habe. „Toxische Atmosphäre“ und Unterdrückung von Kritik?
Allerdings ist Schdanow nicht der Erste, der nach seinem Ausscheiden aus dem FBK behauptet hat, in der Organisation würden Diskussionen über Fehler und die Ausrichtung ihrer Arbeit unterdrückt. Zudem mangele es an Transparenz. Nur wenige Tage vor seinen Äußerungen hatte die frühere Moderatorin eines Youtube-Kanals des FBK ihr Ausscheiden damit begründet, dass dort eine „toxische Atmosphäre“ herrsche.
Im Zentrum vieler Vorwürfe steht Leonid Wolkow, der den FBK viele Jahre geleitet hat und nun für politische Projekte verantwortlich ist. Schdanow behauptete, Wolkow sei verantwortlich dafür, dass die persönlichen Daten von Unterstützern des FBK den russischen Sicherheitsbehörden bekannt geworden seien.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





