
Russland vor dem 9. Mai: Risse in Putins Stabilitätsversprechen
Russland vor dem 9. Mai : Risse in Putins Stabilitätsversprechen Von Othmara Glas , Friedrich Schmidt , Robert Putzbach 06.05.2026, 11:55Lesezeit: 5 Min. Proben für Putin: Russische Marinesoldaten am Montagabend in...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Mai : Risse in Putins Stabilitätsversprechen Von Othmara Glas , Friedrich Schmidt , Robert Putzbach 06. 2026, 11:55Lesezeit: 5 Min. Proben für Putin: Russische Marinesoldaten am Montagabend in MoskauReutersAuch nach dem Beginn der einseitig ausgerufenen Feuerpause setzen Russland und die Ukraine ihre Angriffe fort.
Doch der Kreml will eine störungsfreie Militärparade am 9. Putin wirkt getrieben. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App In der Abenddämmerung ziehen Uniformierte über Moskaus Roten Platz, manche tragen Gewehre, andere Blasinstrumente.
Die Einzelheiten
Das Defilee vom Montagabend ist die erste Probe für die alljährliche Militärparade zum „Tag des Sieges“ von 1945. Der russische Herrscher Wladimir Putin will sie am Samstag abnehmen, wie gewohnt von einer Tribüne, die über das Lenin-Mausoleum gebaut worden ist. Doch aufgrund der Gefahren durch ukrainische Drohnen und Raketen findet die Parade in diesem Jahr offiziell in „verkürztem“ Umfang statt, ohne Panzer.
Und die Sicherheitsvorkehrungen sind größer denn je. Dazu zählt, dass in der Nacht auf Dienstag das mobile Internet in Moskau abgeschaltet wurde. Ebenso in Sankt Petersburg, wo auch eine Parade stattfinden soll.
Der Sicherheit der Parade soll auch eine Waffenruhe dienen, die Putin für Freitag und Samstag angeordnet hat. Man erwarte, „dass die ukrainische Seite diesem Beispiel folgt“, hat das russische Verteidigungsministerium aber in seiner Mitteilung vom Montagabend hervorgehoben. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte kurz zuvor während seines Besuchs beim Gipfel der Europäischen Politischen Gemeinschaft in Armenien gesagt, ukrainische Drohnen könnten „zu dieser Parade fliegen“.
Was Experten sagen
Mit Blick darauf droht Putins Militär: Sollte „das Kiewer Regime seine verbrecherischen Pläne umsetzen, die Feier des 81. Jahrestags des Sieges platzen zu lassen“, werde man dies mit einem „massiven Raketenschlag“ auf das Zentrum der ukrainischen Hauptstadt vergelten. Einen solchen habe man bisher „aus humanitären Erwägungen“ unterlassen, teilte das Militär mit und ruft die „Zivilbevölkerung Kiews“ und ausländische Diplomaten dazu auf, „die Stadt rechtzeitig zu verlassen“.
Trump beansprucht die Idee für eine Waffenruhe für sichIm vergangenen Jahr hatte Putin eine dreitägige Waffenruhe um den „Tag des Sieges“ ausgerufen und mit „humanitären Erwägungen“ begründet. Seinerzeit drohte man Kiew für den Fall von Angriffen lediglich mit einer „angemessenen und effektiven Antwort“ und beteuerte, zu „Friedensverhandlungen ohne Vorbedingungen“ bereit zu sein, um die „Grundursachen der ukrainischen Krise zu beseitigen“. Gemünzt war dies auf den amerikanischen Präsidenten Donald Trump, von dem sich Putin Druck auf Kiew erhoffte.
Heute will sich Putin Trump zwar weiter gewogen halten, wie sein jüngster Anruf in Washington gezeigt hat.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





