
Ryanair: Airline macht trotz Irankriegs Milliardengewinn
Keine neue Prognose Ryanair macht trotz globaler Krisen Milliardengewinn Trotz Billig-Image musste Ryanair zuletzt die Ticketpreise erhöhen. Nun vermeldet die irische Airline einen überraschend hohen Gewinn. Eine...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Keine neue Prognose Ryanair macht trotz globaler Krisen Milliardengewinn Trotz Billig-Image musste Ryanair zuletzt die Ticketpreise erhöhen. Nun vermeldet die irische Airline einen überraschend hohen Gewinn. Eine Prognose für das laufende Jahr wagt sie aber vorerst nicht.
08 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (5 Minuten) 5 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Ryanair-Maschinen am Flughafen Berlin Brandenburg Foto: David Gannon / Die irische Airline Ryanair rechnet wegen des Irankriegs mit deutlich steigenden Kosten.
Die Einzelheiten
Kerosin, Personal und Flugzeugwartung dürften im laufenden Geschäftsjahr teurer zu Buche schlagen, teilte die Fluggesellschaft bei der Vorstellung ihrer Jahresbilanz mit. Im abgelaufenen Geschäftsjahr bis Ende März flog Ryanair einen überraschend hohen Milliardengewinn ein. Eine Prognose für das neue Geschäftsjahr wollte Konzernchef Michael O’Leary jedoch nicht nennen.
An der Börse verlor die Ryanair-Aktie nach Handelsbeginn in Dublin mehr als drei Prozent auf 21,28 Euro. Seit dem Jahreswechsel hat sie damit rund 28 Prozent eingebüßt. Der Krieg am Persischen Golf hat den Luftfahrt-Sektor seit Ende Februar allgemein in den Sinkflug geschickt.
Branchenexperte Harry J. Gowers von der US-Bank JPMorgan Chase zeigte sich von Ryanairs Gewinn aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr positiv überrascht. Die Airline habe im reiseschwachen vierten Geschäftsquartal bis Ende März weniger Verlust eingeflogen als erwartet.
Was Experten sagen
Dennoch dürften die Aussichten nun schlechter sein, auch wenn sich Ryanair zum größten Teil gegen höhere Treibstoffpreise abgesichert hat. Für 80 Prozent des erwarteten Bedarfs im Geschäftsjahr 2026/27 wurde ein Preis von 67 US-Dollar je Barrel ausgehandelt – weniger als im Vorjahr, erklärte das Unternehmen. Allerdings dürfte der Rest nun umso teurer werden.
Sprit-Mehrkosten in MilliardenhöheRyanair-Finanzchef Neil Sorahan sagte der Nachrichtenagentur Bloomberg, die Kerosinrechnung sei nun um »mehrere hundert Millionen« Euro gestiegen. Auch andere große europäische Airline-Konzerne wie Lufthansa, Air France-KLM und die British-Airways-Mutter IAG rechnen für 2026 jeweils mit Sprit-Mehrkosten in Milliardenhöhe. Ryanair Michael O’Leary erklärte, er halte es für »noch viel zu früh«, um eine aussagekräftige Gewinnprognose abzugeben.
Wie das Geschäftsjahr ausgehe, hänge stark von externen Entwicklungen ab. Ende Juli will O’Leary, falls möglich, mit den nächsten Quartalszahlen Ende Juli eine klarere Einschätzung abgeben. Die Zahl der Ryanair-Passagiere wuchs um vier Prozent auf mehr als 208 Millionen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





