
Sandra Hüller in „Rose“: Auch eine Kriegerin braucht ein Zuhause
Sandra Hüller in „Rose“ : Auch eine Kriegerin braucht ein Zuhause Von Andreas Kilb 30.04.2026, 18:39 Lesezeit: 5 Min. Bildbeschreibung ausklappen Die Kugel, die sie traf, trägt sie im Mund: Sandra Hüller als Rose...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Sandra Hüller in „Rose“ : Auch eine Kriegerin braucht ein Zuhause Von Andreas Kilb 30. 2026, 18:39 Lesezeit: 5 Min. Bildbeschreibung ausklappen Die Kugel, die sie traf, trägt sie im Mund: Sandra Hüller als Rose Schubert/ROW Pictures/Walker+Worm Film/G.
Kerkletz In Markus Schleinzers „Rose“ spielt Sandra Hüller eine Frau, die sich als Mann ausgibt, um im Dreißigjährigen Krieg zu überleben. Die Plagiatsvorwürfe gegen den Film gehen an seiner eigentlichen Botschaft vorbei. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Es gibt eine Kunst im Kino, die allgemein unterschätzt wird.
Die Einzelheiten
Das ist die Kunst des Weglassens. Ein Bild folgt auf das andere, und dazwischen geschieht etwas, das man nicht sieht. Es passiert im Kopf des Zuschauers.
So nimmt nicht nur sein Auge, sondern auch die Phantasie an der Handlung teil. In der Filmwissenschaft spricht man von Ellipsen: Das, was fehlt, ist genauso wichtig wie das, was gezeigt wird. In Markus Schleinzers Film „Rose“ zum Beispiel sieht man eine ländliche Hochzeit.
Ein Kirchlein am Wegrand, die Gemeinde festlich aufgereiht, das Brautpaar in weißen Kleidern, von irgendwoher tönt Musik. Die Kamera schaut von fern zu, aber nur kurz, denn im nächsten Bild sind die beiden schon verheiratet, und der Karren mit der Habe der Braut steckt im Dauerregen in einer sumpfigen Wiese fest. Diese Szene dauert länger als die vorige, denn sie erzählt etwas, das zum Kern der Geschichte gehört: wie der Bräutigam, klug und weltgewandt, auch für dieses Problem eine Lösung findet.
Was Experten sagen
Die Papiere sichern ihr den Besitz des Bauernhofs Worum geht es? Ein Soldat will sich zur Ruhe setzen. Und der Soldat ist eine Frau.
„Es geschah also in jenen Tagen des großen Krieges, der das Land jahrzehntelang erschüttern sollte, dass Rose beschloss, ihr Soldatendasein zu beenden. “ So verkündet es eine Erzählerinnenstimme am Anfang des Films. Dazu sieht man eine Gestalt mit Sturmhaube und Knappsack, die über öde Felder läuft, bis zu einem Dorf, wo sie Papiere vorlegt, die ihr den Besitz eines Bauernhofs sichern sollen.
Jetzt sieht man auch ihr Gesicht. Es ist Sandra Hüller. Externer Inhalt von Youtube Um externe Inhalte anzuzeigen, ist Ihre widerrufliche Zustimmung nötig.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





