
Scheer singt Bowie: Die Bibliothek des Lebens
Scheer singt Bowie : Die Bibliothek des Lebens Von Christian Riethmüller 11.05.2026, 20:01Lesezeit: 3 Min. Heroes: Alexander Scheer (Mitte) und eine vierköpfige Band erinnern an David Bowie.Just LoomisDer Schauspieler...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Scheer singt Bowie : Die Bibliothek des Lebens Von Christian Riethmüller 11. 2026, 20:01Lesezeit: 3 Min. Heroes: Alexander Scheer (Mitte) und eine vierköpfige Band erinnern an David Bowie.
Just LoomisDer Schauspieler Alexander Scheer nähert sich mit seinem Programm „Heroes“ singend und spielend dem Rockstar David Bowie über dessen Lieblingsbücher. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Er war Ziggy Stardust und Alladin Sane, der Thin White Duke und der Mann, der vom Himmel fiel, der Koboldkönig Jareth und überhaupt ein Künstler solch vieler Gesichter und Persönlichkeiten, dass eine seiner wahren Leidenschaften hinter all diesen schillernden Figuren oft übersehen wird: Der so wandlungsfähige Rockstar David Bowie war ein Bücherwurm. Wenn der Musiker auf Tour ging, soll er stets eine mobile Bibliothek im Gepäck gehabt haben.
Die Einzelheiten
In speziell für diesen Zweck gefertigten Koffern führte er bis zu 1500 Bände mit sich, die ihm zur Entspannung und zur Inspiration dienten. 2013, drei Jahre vor seinem Tod im Januar 2016, stellte er eine Liste mit jenen einhundert Büchern zusammen, die sein Leben veränderten und seine Musik und seine Texte beeinflussten. Es ist eine eklektische Liste, die sowohl gemeinhin zum Literaturkanon zählende Romane als auch sehr spezielle Sachbücher und seltene Comics umfasst.
Gleich vier Bücher haben mit Berlin zu tun, jener Stadt, in der ein schwer kokainsüchtiger Bowie in den späten Siebzigerjahren versuchte, von den harten Drogen loszukommen, aber auch ikonisch gewordene Songs wie „Heroes“ aufnahm. Diese von 1976 bis 1978 dauernde Berlin-Phase gehört zu den spannendsten in Bowies langer Karriere und fasziniert auch einen bekannten deutschen Schauspieler, der allerdings erst über „eine long and winding road“ zu einer heutigen Bowie-Begeisterung gekommen ist: „Erst einmal fand ich den gar nicht so gut“, sagt der sowohl als Theater- wie als Filmschauspieler gefeierte Alexander Scheer („Gundermann“). 1976 in Ostberlin geboren, war ihm Bowies Musik lange fern: „Wir hatten im Osten nicht so viele Möglichkeiten, seine Musik wahrzunehmen.
Es gab ja nur das Radio. Ich kannte also seine Platten nicht, und auch nicht seine Videos. Und als dann die Neunzigerjahre kamen, war so vieles durcheinander und so vieles nachzuholen“, sagt Scheer über eine Zeit, in der er sich musikalisch zwischen den Extremen Jimi Hendrix und House bewegte, sich sowohl für Musik von Frank Zappa als auch für Jazz begeisterte, aber auch auf Techno-Raves feierte.
Der Rockstar als Bücherwurm: Alexander Scheer liest aus David Bowies Lieblinsgbüchern. Just Loomis1996 gab es dann für Scheer aber doch eine erste Begegnung mit der Bühnenfigur Bowie, die dem Schauspieler heute allerdings ein wenig peinlich ist: „Damals war Bowie nach einigen Flops wieder auf großer Tour und spielte auch in der Deutschlandhalle in Berlin. Ich wusste von einem anderen Konzert, wie man sich umsonst in die Halle schleichen kann.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





