
Schulprogramm der Härte: Knallharte Bildungslücke
Schulprogramm der Härte : Knallharte Bildungslücke Von Uwe Ebbinghaus 04.05.2026, 08:24 Lesezeit: 5 Min. Bildbeschreibung ausklappen Die AfD geht davon aus, dass es das „Niveau“ in den Klassen verbessere, wenn nur...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Schulprogramm der Härte : Knallharte Bildungslücke Von Uwe Ebbinghaus 04. 2026, 08:24 Lesezeit: 5 Min. Bildbeschreibung ausklappen Die AfD geht davon aus, dass es das „Niveau“ in den Klassen verbessere, wenn nur Schüler ihre politischen Meinungen ausdrücken dürften, nicht aber die Lehrer.
dpa Im September wird in Sachsen-Anhalt gewählt. Die AfD ist derzeit stärkste Partei und hat ein Regierungsprogramm mit 33 Punkten zur Bildung vorgelegt. Schüler sollten es sich genau anschauen.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Im „Regierungsprogramm“ der AfD Sachsen-Anhalt für die kommende Wahl heißt es unter Punkt IV, 23: „Wir gehen davon aus, dass bei einer Regierungsübernahme durch die AfD unsere Schulen dank dieser Maßnahmen“ – gemeint sind die Beendigung der Inklusion, die Bildung von „Sonderklassen für Flüchtlingskinder“ sowie die „Entlastung von sozialpolitischen Aufgaben“ –, dass also die AfD-gelenkten Schulen Sachsen-Anhalts ein Magnet für die andernorts frustrierte Lehrerschaft werden. Es wird mit „Andrang“ aus ganz Deutschland gerechnet. Schwer zu entscheiden, ob das Ironie, Hohn oder Weltfremdheit ist.
Denn die Partei bekämpft ja Lehrer mit Meldeportalen und einem nicht existierenden „Neutralitätsgebot“. Vermitteln soll der Lehrer „echtes Wissen“, heißt es in den 33 Punkten des Programms, statt (vermeintlich) „richtige Meinungen“ zur Weltlage. Die AfD geht davon aus, dass es das „Niveau“ in den Klassen verbessere, wenn nur Schüler ihre politischen Meinungen ausdrücken dürften, nicht aber die Lehrer.
Mangelnde Kenntnis der Schullandschaft Was denkt die AfD über Pädagogen, was weiß sie von ihnen, fragt man sich. Wird tatsächlich davon ausgegangen, ein Lehrer freue sich, wenn er auf Inklusion, Integration und die Unterstützung von sozial oder psychisch hilfsbedürftigen Schülern verzichten kann? Nach der Vorstellung der AfD wollen Lehrer die notwendigen Kulturtechniken vermitteln und anschließend, vor der Komplexität des 21.
Was Experten sagen
Jahrhunderts die Augen verschließend, pünktlich nach Hause kommen. Auch wenn es solche Berufsvertreter geben mag, spricht aus den eingangs zitierten Worten eine mangelnde Kenntnis der gesamtdeutschen Schullandschaft. An der Burgweideschule in Hamburg etwa, mehrfach beim Deutschen Schulpreis in der Endrunde , wird mit großem Engagement auf heterogene Klassen und Inklusion gesetzt, und die Schülerleistungen sind (trotzdem) überdurchschnittlich gut.
Hier zeigt sich, dass das zwingende Gegenteil von Inklusion nicht „keine Inklusion“ – diese sei „auf ganzer Linie gescheitert“, heißt es –, sondern eine durchdachte, machbare auf der Grundlage einer guten Ausstattung ist. Wobei es sich von selbst verstehen sollte, dass man bei einer solchen Auswahl die zivilisatorisch fortgeschrittenere Variante wählt. Allerdings hat Heterogenität im Unterricht Grenzen, auch das weiß man in Hamburg.
Was ist mit „Kuschelpädagogik“ gemeint?
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





