
Schwäbischer Mittelständler: Der Retter aus Shishi
Schwäbischer Mittelständler : Der Retter aus Shishi Von Marcus Theurer 09.05.2026, 11:58Lesezeit: 8 Min. Xu Hongje, 32, ist neuer Eigentümer des schwäbischen Strickmaschinenherstellers Mayer & Cie.Philipp von...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Schwäbischer Mittelständler : Der Retter aus Shishi Von Marcus Theurer 09. 2026, 11:58Lesezeit: 8 Min. Xu Hongje, 32, ist neuer Eigentümer des schwäbischen Strickmaschinenherstellers Mayer & Cie.
Philipp von DitfurthEin Maschinenbauer von der Schwäbischen Alb ist an der billigeren Konkurrenz aus China gescheitert. Die Rettung soll ein neuer Investor bringen – er kommt ausgerechnet aus China. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Xu Hongjie ist 32 Jahre jung und Maschinenbauunternehmer aus der chinesischen Industriestadt Shishi.
Die Einzelheiten
Dass ausgerechnet er in letzter Sekunde zum Retter für ein süddeutsches Traditionsunternehmen am anderen Ende der Welt werden würde, das hätte er sich vor einem halben Jahr noch nicht träumen lassen. Ein Besprechungszimmer im Verwaltungsgebäude des Strickmaschinenherstellers Mayer & Cie. , ein vor 120 Jahren gegründetes Traditionsunternehmen auf der Schwäbischen Alb, das vergangenen Herbst Insolvenz anmelden musste.
„Das ist eine ruhige Gegend hier, ich kann mich auf meine Arbeit konzentrieren,“ sagt der Chinese. Und zu tun gibt es viel für ihn bei Mayer & Cie. , dem Unternehmen, das ihm seit wenigen Wochen gehört.
Dieser Text stammt aus der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. jetzt lesen Der Strickmaschinenhersteller hat seinen Hauptsitz in Tailfingen, einem Teilort der Kleinstadt Albstadt rund 60 Kilometer südlich von Stuttgart. Xu hat angekündigt, Produktion und die Entwicklung sollen in Tailfingen bleiben.
Was Experten sagen
Gerade habe er eine Wohnung für sich gefunden, sagt der neue Eigentümer im Gespräch mit der F. Im Sommer sollen auch seine Frau und die beiden kleinen Kinder nachkommen aus Shishi. Er will sehen, ob es ihnen gefällt im Schwabenland.
„Es war fünf nach zwölf“Die Geschichte, wie Xu auf die Schwäbische Alb kam, um dem gescheiterten Mittelständler Mayer & Cie. eine neue Zukunft zu geben, geht so: Eine Woche vor Weihnachten ist Xu beruflich in Italien unterwegs. Ein Geschäftspartner in Italien erzählt ihm, dass Mayer & Cie.
Xu ist aus derselben Branche, seine Familie betreibt in Shishi ebenfalls eine Fabrik für Textilmaschinen. Er kennt den im Textilgeschäft renommierten Maschinenbauer aus Schwaben, er bewundert ihn für seine hochwertigen und technisch ausgetüftelten Strickmaschinen. Als er von der Insolvenz erfährt, erkennt er seine Chance und reist kurzentschlossen weiter von Italien nach Tailfingen, um sich das Unternehmen anzuschauen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





