
Selbstbezahlkassen: Ohne Schwund läuft es an der Kasse rund
Selbstbezahlkassen : Ohne Schwund läuft es an der Kasse rund Von Benjamin Wagener 02.05.2026, 09:09 Lesezeit: 4 Min. Bildbeschreibung ausklappen Erst scannen, dann wiegen: Endkontrolle im Supermarkt Hersteller Weil...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Selbstbezahlkassen : Ohne Schwund läuft es an der Kasse rund Von Benjamin Wagener 02. 2026, 09:09 Lesezeit: 4 Min. Bildbeschreibung ausklappen Erst scannen, dann wiegen: Endkontrolle im Supermarkt Hersteller Weil Kunden an Selbstbezahlkassen bisweilen nicht alle Produkte einscannen, rechnen sich solche Systeme für viele Märkte nicht.
Mit einer Bodenwaage und KI will Bizerba die Kontrolle verbessern. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Vor allem Eltern kennen das Problem, das Andreas Kraut mit seinem System lösen will. Wocheneinkauf im Supermarkt.
Die Einzelheiten
Großes Gedränge an allen Kassen, und nach Murphys Gesetz dauert es immer in derjenigen Schlange am längsten, in der sich der Kunde anstellt. Schon nach wenigen Minuten quengeln die Kinder, packen Süßigkeiten in den Einkaufswagen und spielen Verstecken. „Was an der Kasse länger als drei Minuten dauert, nehmen Kunden als Hindernis wahr“, sagt der Bizerba-Chef, dessen schwäbisches Familienunternehmen vor allem für Waagen bekannt ist.
„Jeder will sofort zahlen und nicht warten. “ Um Wartezeiten zu verringern und die Nerven der Kunden zu schonen, setzt der Einzelhandel bislang auf Selbstbezahlsysteme. Dabei scannt der Käufer im Kassenbereich mit einer Laserpistole den Strichcode jedes einzelnen Produkts und bezahlt im Anschluss.
Doch die anfängliche Begeisterung verflog schnell: Denn der „Schwund“, wie Bizerba-Chef Kraut nicht eingescannte Produkte nennt, verminderte die im Einzelhandel ohnehin nicht besonders hohen Margen. Hier setzt das System Supersmart von Bizerba an – es soll eine schnelle Abwicklung des Kaufs mit einer effizienten Kontrolle verbinden. Nichts geht ohne Waage: das Bizerba-System Hersteller Kern der Idee ist eine genau wiegende Bodenwaage.
Was Experten sagen
Wie bei bekannten Selbstbezahlsystemen scannt der Kunde alle Produkte mit einer App auf dem Smartphone oder einem vom Markt bereitgestellten Scanner ein, allerdings schon während des Gangs durch die Regale, und legt sie danach in den Einkaufswagen. Bevor er seinen Einkauf bezahlen kann, muss er den Wagen in ein Terminal mit einer Bodenwaage schieben. Die Waage vergleicht das Gewicht des vollgepackten Wagens mit den eingescannten Produkten.
Nur wenn die Zuladung im Wagen exakt mit dem Gewicht der eingebuchten Waren übereinstimmt, gibt das System den Einkauf zum Bezahlen frei. Die Erfindung stammt von dem gleichnamigen israelischen Start-up Supersmart, an dem sich Bizerba mit 50 Prozent beteiligt hat. Freie Kapazität für die Mitarbeiter Die Kassenzone gilt im Einzelhandel als ineffizient.
Zum einen mache ein Kassierer nichts anderes, als den ganzen Tag Waren über einen Scanner zu ziehen. Zum anderen muss der Kunde alle seine Produkte erst auf das Kassenband legen, um sie danach mühselig wieder einzupacken. „Mit unserem System bekommen die Märkte Kapazitäten, die sie für wertschöpfende Tätigkeiten wie das Bedienen an der Frischtheke einsetzen können“, erläutert Kraut.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





