
Serie „Das Geisterhaus“: Was die Männer zerstören, bewahren die Frauen
Serie „Das Geisterhaus“ : Was die Männer zerstören, bewahren die Frauen Von Kira Kramer 30.04.2026, 15:26 Lesezeit: 4 Min. Bildbeschreibung ausklappen Die Frau im Haus: Dolores Fonzi als Clara in der Serie „Das...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Serie „Das Geisterhaus“ : Was die Männer zerstören, bewahren die Frauen Von Kira Kramer 30. 2026, 15:26 Lesezeit: 4 Min. Bildbeschreibung ausklappen Die Frau im Haus: Dolores Fonzi als Clara in der Serie „Das Geisterhaus“ Amazon Prime/filmcontact/dpa Die neue Serie „Das Geisterhaus“ bringt Isabel Allendes Familienepos zurück nach Chile: mit magischem Realismus, patriarchaler Gewalt und weiblicher Solidarität.
Warum die Adaption näher am Roman ist als der Film von 1993. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die Toten sind in Isabel Allendes „Das Geisterhaus“ nie ganz tot. Sie verschwinden nicht mit der Beerdigung, sondern bleiben den Lebenden nahe.
Die Einzelheiten
Vor allem den Frauen der Familie del Valle stehen sie bei, während die Männer Land besitzen, Körper verletzen und Geschichte machen wollen. Allendes Roman von 1982 erzählt davon, dass Macht töten, aber nicht zum Schweigen bringen kann. Amazon Prime Video hat den Weltbestseller nun als achtteilige Serie neu verfilmt.
Das hätte leicht misslingen können. Stoffe, die Generationen, Revolutionen, Geister, Vergewaltigungen, Liebesgeschichten, Klassenkämpfe und Militärputsche umfassen, geraten schnell zum dekorativen Kostümdrama oder zum politisch überfrachteten Lehrstück. „Das Geisterhaus“, inszeniert von Francisca Alegría und Andrés Wood, entgeht der Gefahr, indem es die Magie der Vorlage ernst nimmt, ohne sie auszustellen, und die Geschichte strafft, ohne sie zu verengen.
Grausamkeit ist keine charakterliche Schwäche Im Zentrum stehen Clara del Valle, ihre Tochter Blanca und deren Tochter Alba. Drei Generationen von Frauen, in deren Erinnerungen sich eine nationale Katastrophe einschreibt. Schon Claras Mutter Nívea kämpft für Frauenrechte.
Was Experten sagen
Clara ist bereits als Kind hellsichtig, bewegt Dinge, ohne sie zu berühren, und ist mit den Toten vertrauter als mit vielen Lebenden. Ihre Widerständigkeit ist leise, beharrlich, unheimlich: Sie verweigert sich der Welt, indem sie sie anders sieht. Externer Inhalt von Youtube Um externe Inhalte anzuzeigen, ist Ihre widerrufliche Zustimmung nötig.
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Externe Inhalte aktivieren Nach dem Tod ihrer Schwester Rosa verstummt Clara für Jahre. Später heiratet sie Esteban Trueba, der ursprünglich um Rosa geworben hatte und weniger als Ehemann denn als Verkörperung patriarchaler Gewalt erscheint. Er hält sich für selbstgemacht und wiederholt doch nur die ältesten Muster.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





