
Spaltmaterial: Iran, Trump und der „Atomstaub“
Spaltmaterial : Iran, Trump und der „Atomstaub“ Von Theresa Weiß 07.05.2026, 19:57Lesezeit: 3 Min. Dieses von Maxar Technologies zur Verfügung gestellte Satellitenbild vom 24. Juni 2025 zeigt die Tunneleingänge des...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Spaltmaterial : Iran, Trump und der „Atomstaub“ Von Theresa Weiß 07. 2026, 19:57Lesezeit: 3 Min. Dieses von Maxar Technologies zur Verfügung gestellte Satellitenbild vom 24.
Juni 2025 zeigt die Tunneleingänge des Isfahan Nuclear Technology Center in Iran nach den jüngsten Luftangriffen. dpaWieder stellt Trump einen raschen Atom-Deal mit Iran in Aussicht. Worum geht es bei der Anreicherung?
Die Einzelheiten
Welches Spaltmaterial hat Iran? Die wichtigsten Fragen und Antworten Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Donald Trump wird nicht müde, einen umfassenden Deal mit Iran in Aussicht zu stellen. Besonders wichtig ist dabei die Atomfrage – schon weil Trump beweisen muss, dass er mehr erreicht als vor gut zehn Jahren Barack Obama mit dem Nuklearabkommen, das Trump später aushöhlte.
Nach amerikanischen Medienberichten wird zwischen Washington und Teheran unter anderem intensiv um die Dauer eines möglichen Moratoriums für die Urananreicherung diskutiert. Schon vor dem Krieg hatte Iran angeboten, die Urananreicherung für fünf Jahre auszusetzen. Nach US-Medienberichten verlangen die USA derzeit ein erheblich längeres Moratorium und ein dauerhaftes Verbot, Uran zu mehr als vier Prozent anzureichern, sowie weitreichende Kontrollrechte für die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA).
Welches Spaltmaterial hat Iran? Laut einem Bericht des gewöhnlich gut informierten Institute for Science and International Security (ISIS) vom 9. April hat Iran insgesamt etwa 1235 Kilogramm angereichertes Uran in den vergangenen 15 Jahren produziert.
Was Experten sagen
„Das seit Anfang 2021 produzierte Uran wurde größtenteils zur weiteren Anreicherung auf 60 Prozent verwendet. Von den 933 Kilogramm wurden 731 Kilogramm, also 78 Prozent, zwischen Dezember 2024 und Juni 2025 auf 60 Prozent angereichert“, heißt es im Report. Warum sind die Schwellenwerte von 20 und 60 Prozent relevant?
Jenseits von 20 Prozent spricht man von hoch angereichertem Uran. Material, das bereits auf 20 Prozent angereichert wurde, lässt sich vergleichsweise schnell zu waffenfähigem Uran weiterverarbeiten. Während für die Herstellung von Brennstäben für gängige Leichtwasserreaktoren zur Energiegewinnung zu weniger als vier Prozent angereichertes Uran ausreicht, lässt sich Material, das schon auf 20 Prozent angereichert wurde, schnell noch stärker anreichern.
Das gilt umso mehr für das auf 60 Prozent angereicherte Material. Für die Waffenfähigkeit ist ein Anreicherungsgrad von gut 90 Prozent erforderlich. Die Analysten des ISIS legen dar, dass Iran von April 2021 bis Dezember 2024 etwa 230 Kilogramm auf 60 Prozent angereichertes Uran produziert habe.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





