
Staatsbesuch in China: Glaubt man Trump, wird kein böses Wort fallen
Staatsbesuch in China : Glaubt man Trump, wird kein böses Wort fallen Von Jochen Stahnke , Sofia Dreisbach 12.05.2026, 07:15Lesezeit: 6 Min. Donald Trump besteigt am 3.5.26 die Air Force One am Miami International...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Staatsbesuch in China : Glaubt man Trump, wird kein böses Wort fallen Von Jochen Stahnke , Sofia Dreisbach 12. 2026, 07:15Lesezeit: 6 Min. Donald Trump besteigt am 3.
26 die Air Force One am Miami International Airport. dpaDer Irankrieg wird den US-Präsidenten auch in China verfolgen. Trump erwartet Unterstützung bei der Beendigung – falls Peking sich darauf einlässt, dann nur gegen Zugeständnisse.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App In den chinesischen sozialen Medien werden Bilder der amerikanischen Vorauskommandos verbreitet: US-Militärmaschinen landen in Peking, schwarze Geländewagen mit amerikanischen Kennzeichen fahren in der chinesischen Hauptstadt. Bis zuletzt schwang stets die Frage mit: Kommt er wirklich? Zu unstet ist der amerikanische Präsident, der schon seine für April geplante Reise wegen des von ihm angezettelten Irankriegs verschieben musste.
Heute sieht die Lage im Nahen Osten nicht besser aus. Am Montag dann kündigte Peking den Besuch an. Besprochen würden „wichtige Fragen der chinesisch-amerikanischen Beziehungen und des Weltfriedens“.
Vor knapp einem Monat tönte Donald Trump, Staatschef Xi Jinping werde ihm eine „dicke Umarmung“ geben, wenn er in ein paar Wochen komme. China sei sehr glücklich, dass er die Straße von Hormus dauerhaft öffne. Das war zu Beginn der Reisewoche aber immer noch nicht geschehen.
Was Experten sagen
Trump kommt in einer schwachen Verhandlungsposition nach Peking. Wenn überhaupt von seriösen Verhandlungen die Rede sein kann. Bis zuletzt klagten chinesische Gesprächspartner offen über die fehlende inhaltliche Vorbereitung des Staatsbesuchs, immerhin der erste eines amerikanischen Präsidenten in China seit neun Jahren.
2017 war Trump mit allem Pomp in Peking empfangen worden, inklusive einer privaten Führung durch die Verbotene Stadt mit Abendessen. Dieser Tage heißt es aus dem Gastgeberland, Washington sei vom Irankrieg in Beschlag genommen. Zudem gestalte Trump seine Chinapolitik selbst.
China bevorzugt die Gespräche mit Handelsminister BessentImmerhin ein Gesprächskanal läuft seit vergangenem Jahr zwischen den Weltmächten: auf Handelsebene zwischen Finanzminister Scott Bessent und seinem Gegenüber, Vizeministerpräsident He Lifeng. Dort wird etwa über die Lieferung der Seltenen Erden gesprochen, auf die China nahezu ein Monopol hat – und das politisch einsetzt. Im vergangenen Oktober haben sich beide Länder auf eine vorübergehende Einigung im Tarifkonflikt verständigt, die beide Seiten beibehalten wollen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





