
Stadt Halle (Saale) fordert Strand-Bad auf, umstrittene Einlass-Regel zu Deutsch-Kenntnissen zurückzunehmen
Deutschkenntnisse erforderlich Stadt Halle fordert Strandbad auf, umstrittene Einlassregel zurückzunehmen Nur wer gut genug Deutsch kann, wird in ein Strandbad in Halle an der Saale gelassen. Daran sorgte auch für...
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Auf internationaler Bühne bahnt sich eine bedeutende Geschichte an. Deutschkenntnisse erforderlich Stadt Halle fordert Strandbad auf, umstrittene Einlassregel zurückzunehmen Nur wer gut genug Deutsch kann, wird in ein Strandbad in Halle an der Saale gelassen. Daran sorgte auch für Kritik. Jetzt schaltet sich die Stadt ein.
Sie ist offenbar um ihr Ansehen besorgt. 50 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.
Die Einzelheiten
com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren SPIEGEL bei Google bevorzugen Bild vergrößern Kinder planschen am Ufer des Heidebades in Halle (Saale) Foto: Sebastian Willnow / dpa Die Stadt Halle an der Saale hat den Betreiber eines Strandbads aufgefordert, seine umstrittene Einlassregel zurückzunehmen. Dazu habe es ein Telefonat und ein entsprechendes Schreiben gegeben, teilte Stadtsprecher Drago Bock mit. Ziel sei, so schnell wie möglich eine einvernehmliche Lösung zu erzielen.
Wer nicht genug Deutsch spricht, wird seit Kurzem unter Umständen nicht in das Heidebad in der Stadt in Sachsen-Anhalt hineingelassen. Der Betreiber begründet das damit, dass jeder Gast die Baderegeln verstehen müsse. Die Entscheidung sorgte bundesweit auch für Kritik.
(Die wichtigsten Fragen und Antworten zu dem Fall finden Sie hier . )So argumentiert die StadtDie Stadt beruft sich mit ihrer Aufforderung auf den Betreibervertrag, der mit der Heidebad GmbH geschlossen wurde: Demnach habe die Pächterin zu berücksichtigen, dass ein Zugang zum Bad für die Allgemeinheit gewährleistet sein muss. »Die Ausgestaltung des Hausrechts darf diesen öffentlichen Charakter nicht durch pauschale Einlassverbote für ganze Bevölkerungsgruppen aushebeln«, teilte der Stadtsprecher mit.
Was Experten sagen
Ein Vorgehen, das in der Öffentlichkeit als »ausländerfeindlich« wahrgenommen werden kann, würde das Ansehen der Stadt beschädigen und verstieße gegen die vertragliche Wohlverhaltenspflicht, hieß es weiter. Das läge nicht im Interesse der Stadt Halle. Wegen der Verhältnismäßigkeit müssten außerdem zunächst mildere Maßnahmen einem pauschalen Verbot vorgezogen werden.
So argumentiert der BetreiberDer Chef des Heidebades, Mathias Nobel, behält sich seit Kurzem vor, bei Menschen mit schlechten Deutschkenntnissen zu prüfen, ob sie die Baderegeln ausreichend verstanden haben, um in sein Bad eingelassen werden zu können. Anlass sei ein Rettungseinsatz gewesen, bei dem ein Kleinkind aus metertiefem Wasser gerettet werden musste. »An unserem Eingang wird Deutsch gesprochen.
Wenn am Eingang auffällt, dass es Verständigungsprobleme gibt, entscheiden wir im Einzelfall, wie verfahren wird«, so der Geschäftsführer des Bades. »Wir müssen uns sicher sein, dass die Besucherinnen und Besucher unsere Baderegeln verstehen und so konsequent sein, um die Sicherheit der Badegäste gewährleisten zu können. « Mehr zum Thema Umstrittenes Verbot in Halle (Saale): Baden nur mit Deutschkenntnissen?
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





