
Sternhimmel im Mai: Die Venus strahlt doppelt so hell wie Jupiter
Sternhimmel im Mai : Die Venus strahlt doppelt so hell wie Jupiter Von Jan Hattenbach 01.05.2026, 13:52 Lesezeit: 4 Min. Bildbeschreibung ausklappen Hier in einer engen Konjunktion über den Alpen zu sehen, im August...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Sternhimmel im Mai : Die Venus strahlt doppelt so hell wie Jupiter Von Jan Hattenbach 01. 2026, 13:52 Lesezeit: 4 Min. Bildbeschreibung ausklappen Hier in einer engen Konjunktion über den Alpen zu sehen, im August 2025: Jupiter und Venus dpa Am Abendhimmel findet in diesem Monat ein Wachwechsel statt.
Ende Mai zieht sich Jupiter zurück, während Venus ihre beste Sichtbarkeit des Jahres erreicht. Mai lohnt ein Blick nach oben. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Im Mai treffen sich die beiden hellsten Planeten kurz nach Sonnenuntergang im Westen: Halbhoch am Himmel, zumindest zu Monatsbeginn, finden wir den Jupiter.
Die Einzelheiten
Er steht nahe den Sternen Kastor und Pollux im Sternbild der Zwillinge. Tiefer am Horizont, aber heller, strahlt die Venus im Stier. Besonders am Abend des 19.
Mai lohnt ein Blick, denn dann steht die zunehmende Mondsichel genau zwischen dem Paar. Betrachten Sie die beiden im Monatslauf von Abend zu Abend: Ihr Winkelabstand schrumpft merklich, von 40 Grad am Monatsanfang auf weniger als zehn Grad am 31. Mai; Letzteres entspricht dem Winkel, den eine ausgestreckte Handfläche abdeckt.
Kein Zweifel: Am Abendhimmel findet ein Wachwechsel statt. Jupiter zieht sich vom Himmel zurück, seiner Konjunktion entgegen. Er wandert aus Erdsicht hinter die Sonne.
Was Experten sagen
Venus hingegen bewegt sich in den der Erde zugewandten Teil ihrer Umlaufbahn. Dabei erreicht sie im Mai ihre beste Sichtbarkeit des Jahres, obwohl sie ihre größte östliche Elongation, also ihren maximalen Winkelabstand zur Sonne von knapp 46 Grad, erst am 15. August einnehmen wird.
Der Grund: Der Winkel zwischen dem Westhorizont und der Ekliptik wird in den kommenden Monaten stetig flacher, Venus steht also zunehmend tiefer, sobald die Sonne unter den Horizont sinkt. Am irdischen Himmel erscheint Venus doppelt so hell wie Jupiter. Jupiter entfernt sich, Venus rückt näher Das wird vor allem in der zweiten Monatshälfte sichtbar, wenn sich beide Planeten näher kommen und dabei etwa gleiche Höhe am Horizont erreichen.
Zuvor wird das Licht der tiefer stehenden Venus durch die dichtere Atmosphäre am Horizont abgeschwächt, sodass der Vergleich mit Jupiter etwas unfair ist. Dass die etwa erdgroße Venus so viel heller erscheint als der fast zwölfmal größere Jupiter – immerhin der größte Planet des Sonnensystems –, hat zwei Gründe: Erstens steht uns Venus näher, 188 Millionen Kilometer genau am 31. Jupiter ist dagegen mit 890 Millionen Kilometern fast fünfmal weiter entfernt.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





