
Steuern: Grünen-Haushaltspolitiker fordert höhere Steuersätze für Vielverdiener
Debatte über Reformen Grünenpolitiker fordert höhere Steuersätze für Vielverdiener Entlastung für viele, aber wie? Während die Koalition über eine Einkommensteuer-Reform zankt, wirft Grünen-Haushaltspolitiker Andreas...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Debatte über Reformen Grünenpolitiker fordert höhere Steuersätze für Vielverdiener Entlastung für viele, aber wie? Während die Koalition über eine Einkommensteuer-Reform zankt, wirft Grünen-Haushaltspolitiker Andreas Audretsch einen Vorschlag mit konkreten Zahlen in die Debatte. 43 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Grünen-Politiker Andreas Audretsch: Haushaltspolitik ist einer seiner Schwerpunkte Foto: Bernd Elmenthaler / ESDES. Pictures / IMAGO Der Grünen-Haushaltspolitiker Andreas Audretsch hat einen konkreten Vorschlag für eine Einkommensteuer-Reform mit höheren Sätzen für Vielverdiener und Entlastungen für Haushalte mit geringem Einkommen unterbreitet.
Die Einzelheiten
Der reguläre Spitzensteuersatz von derzeit 42 Prozent solle ab einem zu versteuernden Jahreseinkommen von 120. 000 Euro auf 45 Prozent erhöht werden, schlug der fachlich zuständige Vizevorsitzende der Bundestagsfraktion in der »Rheinischen Post« vor. Der Satz solle ab 250.
000 Euro auf 48 Prozent steigen. Derzeit müssen Ledige ab knapp 278. 000 Euro einen Zuschlag auf die Einkommensteuer zahlen – diese sogenannte Reichensteuer beträgt 45 Prozent.
Zur Entlastung schlug Audretsch vor, den Grundfreibetrag – also jenen Teil des Einkommens, der steuerfrei bleibt – um 500 Euro zu erhöhen. Derzeit beträgt er für Ledige gut 12. Der Arbeitnehmerpauschbetrag für berufliche Werbungskosten solle von derzeit 1230 auf 1500 Euro erhöht werden.
Was Experten sagen
Mit diesen Steuerreformen könne man Haushalte mit geringeren Einkommen entlasten und stelle zugleich eine Gegenfinanzierung sicher, so Audretsch. »Das bedeutet für eine durchschnittliche Familie mit zwei Kindern eine Entlastung von rund 120 bis 150 Euro im Jahr. « Mehr zum Thema Konzepte zur Reform der Einkommensteuer: Wer profitieren könnte – und wer draufzahlen müsste Von David Böcking und Gerald Traufetter Ergebnis der Steuerschätzung: Achtzehn Milliarden Euro weniger – und drei Probleme mehr Von David Böcking und Gerald Traufetter Die Bundesregierung streitet nochAuch die schwarz-rote Koalition plant eine Einkommensteuer-Reform, die kleine und mittlere Einkommen entlastet.
Über die Gegenfinanzierung, etwa über höhere Steuersätze für Spitzenverdiener und Erben, wird aber gestritten. Das zentrale Entscheidungsgremium von Union und SPD, der Koalitionsausschuss, hat nun entschieden, diese Änderungen in einem großen Paket von Steuer- und Sozialreformen anzugehen. Darüber soll der Koalitionsausschuss bis zur Sommerpause entscheiden.
Die Parlamentsferien beginnen nach jetzigem Stand nach der letzten Bundestagssitzung am 10. Mehr zur Steuer-Debatte in der Koalition lesen Sie hier.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





