
Stolpersteine in Spanien: "Ein Akt der Gerechtigkeit"
Stolpersteine in Spanien "Diese Würdigung ist ein Akt der Gerechtigkeit" Stand: 01.05.2026 • 17:21 Uhr Tausende Spanier wurden von den Nazis in KZs deportiert. Auch für sie gibt es - wie in Deutschland - jetzt...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Stolpersteine in Spanien "Diese Würdigung ist ein Akt der Gerechtigkeit" Stand: 01. 2026 • 17:21 Uhr Tausende Spanier wurden von den Nazis in KZs deportiert. Auch für sie gibt es - wie in Deutschland - jetzt Stolpersteine zum Gedenken.
Für ihre Nachkommen ist es eine besondere Würdigung. Von Hans-Günter Kellner, ARD Madrid Etwa 50 Menschen stehen auf der engen Mindivil-Straße im Madrider Stadtteil Vallecas. Der deutsche Künstler Gunter Demnig passt einen Stolperstein in den Boden ein.
Die Einzelheiten
"Hier lebte Esteban Díaz Baides" ist darauf zu lesen, "geboren 1898, exiliert in Frankreich, 1940 deportiert nach Mauthausen, ermordet am 7. Dann hält dessen Enkelin Lola Díaz Gordillo eine kurze Rede: "Diese Würdigung ist ein Akt der Gerechtigkeit. Wir haben unseren Großvater nie kennengelernt.
Auch seine Kinder fast gar nicht. Der letzte noch lebende Sohn ist 95 Jahre alt und er wäre sicher sehr bewegt. Die Familie lebte in einem Haus hier in dieser Straße.
" Sieben Stationen für sieben Menschen: Die Gruppe, die die Stolpersteinlegung verfolgt, in Madrid. Nach und nach erfuhren die Enkel mehr In der Familie habe es stets geheißen, der Großvater sei im spanischen Bürgerkrieg umgekommen, erzählt Lola. Doch seine Witwe, die Großmutter, habe eine Rente aus Deutschland bezogen.
Was Experten sagen
Nach und nach erfuhren die Enkel mehr: zum Beispiel, dass Großvater Esteban im Bürgerkrieg auf der Seite der demokratischen spanischen Republik gekämpft habe. Nach dem Sieg von Diktator Francisco Franco sei er nach Frankreich geflohen und am 5. September 1940 von der Gestapo in einem Zug nach Mauthausen deportiert worden, sagt Lola - zusammen mit 200 weiteren Spaniern.
"Er wurde 43 Jahre alt. 2025 Erinnerungskultur Der "Stolperstein-Effekt" Stolpersteine werden beschädigt oder gestohlen. Die Gesellschaft reagiert darauf schockiert, aber auch kreativ mehr Gunter Demnig hält sich zurück Nach einem Applaus zieht die Gruppe weiter, schließlich sollen an diesem Morgen sieben Stolpersteine verlegt werden.
Sie sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig, doch er will nicht im Mittelpunkt stehen, er zieht sich nach jeder Verlegung eines der Steine schweigend zurück. Nach Francos Sieg im spanischen Bürgerkrieg 1939 flohen fast 500. 000 Spanierinnen und Spanier nach Frankreich, erklärt Jesús Rodríguez, einer der Initiatoren dieser Aktionen im Land.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





