
Studienberatung: Wo Studierende psychologische Hilfe finden
Studienberatung : Wo Studierende psychologische Hilfe finden Von Isabel Schüller 05.05.2026, 20:08 Lesezeit: 4 Min. Bildbeschreibung ausklappen Erstsemester an der Uni Köln: Der Übergang von der Schule ins Studium ist...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Studienberatung : Wo Studierende psychologische Hilfe finden Von Isabel Schüller 05. 2026, 20:08 Lesezeit: 4 Min. Bildbeschreibung ausklappen Erstsemester an der Uni Köln: Der Übergang von der Schule ins Studium ist oft nicht einfach.
Picture Alliance Viele Studierende sind psychisch belastet, und Therapieplätze sind rar. Spezialisierte Beratungsstellen der Hochschulen versprechen „Erste Hilfe“. Doch was können sie leisten, und wo liegen ihre Grenzen?
Die Einzelheiten
Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die ersten Wochen ihres Studiums waren für Sophia nicht leicht. Es ging ihr mental nicht gut. Sie fühlte sich einsam in der neuen Stadt, zweifelte an ihrem Studienfach, war frisch getrennt und konnte mit niemandem über ihre Probleme sprechen.
„Es war mir einfach unangenehm, darüber zu reden, weil es so persönliche Themen sind“, sagt Sophia, die eigentlich anders heißt und inzwischen im fünften Semester Deutsch und Musik auf Lehramt studiert. „Ich wollte nicht, dass Menschen mich dann anders angucken, wenn ich sage, dass es mir psychisch gerade nicht gut geht. “ Damit ist Sophia nicht allein.
In der Studie „Wie geht’s Deutschlands Studierenden? “ der Techniker Krankenkasse aus dem Jahr 2023 gaben 37 Prozent der Befragten an, sich stark emotional erschöpft zu fühlen. Im Jahre 2017 waren es bei einer ähnlichen Umfrage 25 Prozent.
Was Experten sagen
Die Gründe für die Belastung sind vielfältig und reichen von Prüfungsangst, Einsamkeit und Schlafproblemen über finanzielle Sorgen bis hin zu persönlichen Problemen, wie bei Sophia. Gerade im Wintersemester kommt emotional vieles hoch. Einen regulären Therapieplatz zu finden, ist schwer.
Derzeit warten Betroffene laut dem Sozialverband VdK rund sechs Wochen auf ein Erstgespräch und danach noch mal rund fünf Monate auf einen endgültigen Therapieplatz. Seit Corona auf Allzeithoch Mit vielen Problemen können sich Studierende jedoch an die psychologischen Beratungsstellen ihrer Universität wenden. Diese können dann eine überbrückende Unterstützung bieten und „Erste Hilfe“ leisten.
So etwas anzubieten, ist freiwillig, die meisten Hochschulen haben aber eine entsprechende Einrichtung. Manchmal übernehmen auch das Studierendenwerk oder der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) diese Aufgabe. An einigen Hochschulen gibt es sogar beides: eine Beratung der Uni selbst und eine der Studentinnen und Studenten.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





