
Supreme Court: Versand von Abtreibungspillen in USA vorerst weiter möglich
Entscheidung des Supreme Court Versand von Abtreibungspillen in USA vorerst weiter möglich In den USA wird seit Jahrzehnten über Abtreibungen gestritten, oft auch vor Gericht. Zuletzt hatte eine Instanz den Postversand...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Entscheidung des Supreme Court Versand von Abtreibungspillen in USA vorerst weiter möglich In den USA wird seit Jahrzehnten über Abtreibungen gestritten, oft auch vor Gericht. Zuletzt hatte eine Instanz den Postversand eines wichtigen Medikaments verboten. Das oberste US-Gericht entschied nun: Der Versand bleibt erlaubt – jedoch nur befristet.
13 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Mifepristone-Packung Foto: Callaghan O'Hare / aufklappen Automatisch erstellt mit KI.
Die Einzelheiten
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positiv bewerten negativ bewerten Die Abtreibungspille Mifepriston kann in den USA weiter online verschrieben und per Post bezogen werden – ohne verpflichtenden persönlichen Arztbesuch. Der Oberste Gerichtshof entschied am Donnerstag, den Zugang zu dem Medikament auf dem Versandweg zunächst aufrechtzuerhalten – und setzte Einschränkungen einer unteren Instanz aus, während das Gerichtsverfahren um das Medikament weiterläuft. Hersteller des Medikaments hatten den Supreme Court zuvor im Eilverfahren angerufen und vor erheblichen Auswirkungen auf die Versorgung gewarnt – mehr dazu hier.
Anfang des Monats hatte ein Bundesberufungsgericht den Zugang zu Abtreibungspillen auf dem Postweg vorläufig stark eingeschränkt. Ein Richtergremium in New Orleans setzte eine Regelung der US-Arzneimittelbehörde FDA aus, die den Mifepriston-Versand nach telemedizinischer Verschreibung erlaubt hatte. Hintergrund war eine Klage des republikanisch regierten US-Bundesstaats Louisiana, der argumentiert, die Regelungen untergrüben sein nahezu vollständiges Abtreibungsverbot.
Was Experten sagen
Die Entscheidung des Berufungsgerichts hätte zur Konsequenz, dass Anbieter das Mittel vorerst nur noch persönlich in Kliniken oder Arztpraxen ausgeben dürften. Eine Anordnung des Obersten Gerichtshofs setzte diese Einschränkung jedoch bereits vergangene Woche vorläufig außer Kraft. Mit der Entscheidung von diesem Donnerstag bleibt es erst einmal dabei.
Mehr zum Thema US-Gerichte streiten über Abtreibungspille: »Es ist ein Versuch, Frauen zu bestrafen, zu beschämen und auszugrenzen« Von Kerstin Kullmann Druck von Republikanern: Chef der US-Gesundheitsbehörde FDA tritt zurück Ärger um Mifepriston: Oberstes US-Gericht erlaubt Postversand von Abtreibungspillen vorerst weiter Die damit weiter erlaubte Praxis hatte sich in den vergangenen Jahren zu einem der wichtigsten Wege für Schwangerschaftsabbrüche in den USA entwickelt. Mit dem Grundsatzurteil Roe v. Wade hatte der Oberste Gerichtshof 1973 ein landesweites Recht auf Abtreibung etabliert.
Dieses wurde aber 2022 gekippt, sodass Bundesstaaten eigene, teils sehr strenge Verbote erlassen konnten. Damit einhergehend gewann die telemedizinische Verschreibung mit anschließender Zustellung per Post stark an Bedeutung.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





