
Tag des Deutschen Brotes: Ukrainer, Syrer und Afghanen übernehmen die Brot-Jobs
Tag des Deutschen Brotes : Ukrainer, Syrer und Afghanen übernehmen die Brot-Jobs 05.05.2026, 09:12 Lesezeit: 4 Min. Bildbeschreibung ausklappen Brot-Job: Die Bäcker Subhan Ullah (links) und Sulaiman Shapal bereiten...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Tag des Deutschen Brotes : Ukrainer, Syrer und Afghanen übernehmen die Brot-Jobs 05. 2026, 09:12 Lesezeit: 4 Min. Bildbeschreibung ausklappen Brot-Job: Die Bäcker Subhan Ullah (links) und Sulaiman Shapal bereiten einen Kuchenteig vor.
dpa Das Bäckerhandwerk feiert am 5. Mai den Tag des Deutschen Brotes. Dass dieses neben Kuchen, Brötchen und Croissants täglich in den Regalen liegt, wäre ohne ausländische Arbeitskräfte kaum noch möglich.
Die Einzelheiten
Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Morgens um halb fünf in einer Backstube in Nidderau-Windecken im hessischen Main-Kinzig-Kreis: Sulaiman Shapal nimmt ein rundes Blech Blaubeerkuchen aus dem heißen Ofen. Zu diesem Zeitpunkt hat der Bäckergeselle schon die halbe Nacht gearbeitet. „Das lange Stehen und die Hitze machen uns körperlich müde, aber gleichzeitig macht es mich zufrieden, jeden Tag frisches Brot für die Menschen zu backen.
“ Der gebürtige Syrer ist einer von vier Mitarbeitern, die an diesem Morgen Feingebäck für die Bäckerei Philippi fertigen. Die Produktion von etwa 300 Schokocroissants, 150 Marmorkuchen und anderem süßem Gebäck für zehn Filialen läuft. Auch wenn zwischendurch der eine oder andere Satz wiederholt werden muss, weil es sprachlich noch hapert.
Ein Kollege von Shapal kommt aus Afghanistan, eine weitere Kollegin aus der Ukraine . Zudem gibt eine gehörlose Kollegin. „Ohne Kolleginnen und Kollegen mit Migrationshintergrund würde es nicht gehen“, sagt Christian Trompeter von der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).
Was Experten sagen
Der demographische Wandel werde immer mehr zum Problem. Das bestätigt auch die Bäckerinnung Wiesbaden/Rhein-Main-Kinzig. „Der Bedarf an Fachkräften im Backhandwerk in Hessen ist groß“, sagt Geschäftsführerin Margit Ebert.
Immer mehr Mitarbeiter der Betriebe gingen in Rente, und weniger Junge kämen nach. Zahlen liegen der Innung nicht vor. Es gebe auch regionale Unterschiede, sagt Ebert.
Arbeitsagentur sieht keinen Engpass Die Arbeitsagentur hat für Hessen 248 arbeitslose Bäcker und Konditoren registriert, aber im Februar dieses Jahres nur 98 offene Stellen in diesem Metier. Ein Engpass liege demnach nicht vor, heißt es. Von Bäckern ist allerdings zu hören, dass sie nicht mehr auf die Vermittlung setzen, sondern sich lieber selbst kümmern.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





