
Tauchunfall auf Malediven: „Niemals hätte sie das Leben unserer Tochter gefährdet“
Tauchunfall auf Malediven : „Niemals hätte sie das Leben unserer Tochter gefährdet“ Von Till Fähnders, Singapur 19.05.2026, 13:38Lesezeit: 3 Min. Taucher bereiten sich auf die Suche nach den vier vermissten...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Tauchunfall auf Malediven : „Niemals hätte sie das Leben unserer Tochter gefährdet“ Von Till Fähnders, Singapur 19. 2026, 13:38Lesezeit: 3 Min. Taucher bereiten sich auf die Suche nach den vier vermissten italienischen Tauchern in der Nähe der Insel Alimathaa im Vaavu-Atoll auf den Malediven vor.
Bei einem Tauchunglück auf den Malediven sind fünf Italiener ums Leben gekommen. dpaNach dem Tauchunglück mit fünf toten Italienern erhebt ein maledivischer Fachmann Vorwürfe: Die Taucher hätten sich nicht an Vorschriften gehalten. Der Mann einer verunglückten Meeresbiologin widerspricht vehement.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Nach tagelanger Suche haben Rettungskräfte die vier Leichname der vermissten italienischen Taucher „ziemlich nah beieinander“ im tiefsten Teil der Unterwasserhöhle gefunden. Das bestätigte am Montag ein Sprecher der maledivischen Regierung. Der fünfte Taucher war schon zuvor in einem vorderen Teil der Höhle tot aufgefunden worden.
Am Dienstag teilte die Regierung mit, dass finnische Spezialtaucher zwei der Leichen geborgen hätten. Nachdem die fünf Italiener am Donnerstag vergangener Woche während eines Tauchgangs auf dem maledivischen Vaavu-Atoll verschwunden waren, hatte eine mehrtägige Suchaktion begonnen. Dabei kam auch ein maledivischer Militärtaucher ums Leben.
Es war der schwerste Tauchunfall in der Geschichte der Malediven. Polizeiliche Ermittlungen wurden aufgenommen. Gegen die Taucher und ihre Begleiter werden nun Vorwürfe laut.
Was Experten sagen
„Die italienische Gruppe hatte keine Genehmigung, tiefer als 30 Meter zu tauchen“, erklärte der Regierungssprecher der Nachrichtenwebsite „Maldives Independent“. Demnach befindet sich der Eingang der Höhle mehr als 50 Meter unter dem Meeresspiegel. Die drei dahinterliegenden Höhlenkammern seien nur über einen schmalen Gang zu erreichen, der noch tiefer unter die Wasseroberfläche führe.
Italiener nur mit Geräten zum Freizeittauchen ausgerüstetFür Tauchgänge unter 30 Meter Tiefe und in Unterwasserhöhlen müssen auf den Malediven Genehmigungen eingeholt werden. Die Italiener seien nur mit Geräten zum Freizeittauchen ausgerüstet gewesen und nicht mit der für große Tiefen notwendigen Spezialausrüstung, heißt es. „Ein Höhlentauchgang mit einem Einstieg in 58 Meter Tiefe ist kein Tauchplatz für normale Sporttaucher“, schrieb der maledivische Tauchspezialist Shafraz Naeem, der nach eigenen Angaben schon oft in den Höhlen getaucht ist, auf der Plattform X.
„Warum wurden also die geltenden Tauchvorschriften und Tiefenbegrenzungen missachtet? “Die vier Verunglückten hatten Verbindungen zur Universität Genua und waren aus beruflichen Gründen auf die Malediven gereist: Es handelt sich demnach um die Meeresbiologin Monica Montefalcone und ihre Tochter, die an der Universität studierte, eine wissenschaftliche Assistentin und einen Uniabsolventen. Die fünfte Person war Gianluca Benedetti, ein erfahrener Tauchführer, der die Gruppe begleitet hatte.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





