
Tauziehen um Behörden-Cloud: Google verzögert deutsche Souveränitätspläne
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It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication. Der Plan der Bundesregierung, die digitale Infrastruktur der Verwaltung zu modernisieren und unabhängiger von US-Giganten zu gestalten, droht zu stocken. Eigentlich sollten die Größen SAP und Deutsche Telekom den Zuschlag für den Aufbau einer souveränen Cloud-Lösung nebst einer Bürger-App erhalten .
Technische Details
Doch laut der FAZ hat ein Konsortium um den Suchmaschinenriesen Google in letzter Minute Beschwerde dagegen eingelegt. Damit steht ein prestigeträchtiges Projekt mit einem Gesamtvolumen von rund 250 Millionen Euro über vier Jahre vor einer juristischen Pause. Für Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) ist das ein Rückschlag.
Seit seinem Amtsantritt forciert der Ex-Manager eine einheitliche Struktur für digitale Anwendungen in Bund, Ländern und Kommunen , um das staatliche Vernetzungsproblem zu lösen. Bisher gleicht die deutsche IT-Landschaft einem Flickenteppich. Viele Behörden verwalten Daten auf Servern in Kellern der Rathäuser, statt Cloud-Systeme zu nutzen.
Wildberger schwebt eine professionelle und vor allem geopolitisch belastbare Infrastruktur vor, die auch bei internationalen Krisen voll funktionsfähig bleibt. Dass Google bei dem Großauftrag zunächst leer ausgegangen ist, lag der FAZ zufolge wohl an formalen Hürden. Demnach durfte das Angebot des Konsortiums, dem auch der Dortmunder IT-Dienstleister Adesso angehört, aufgrund von Fehlern von der unabhängigen Vergabestelle nicht in die engere Auswahl genommen werden.
Branchenfolgen
Dies soll nun die Vergabekammer im Rahmen eines Eilverfahrens prüfen. Google selbst hält sich bedeckt und verweist auf seine Partner. Der Vorstoß sorgt für Unruhe.
Das Verfahren könnte sich durch den Streit monatelang verzögern.
Dieser Fortschritt sendet wichtige Signale für die Zukunft der Branche, und die Techwelt schaut genau hin.





