
Terroranschläge: War der 11. September der Anfang von Trump?
Terroranschläge : War der 11. September der Anfang von Trump? Gastbeitrag Von Marci Shore 11.05.2026, 15:44Lesezeit: 8 Min. Manhattan, im September vor 25 JahrenAndreas Hahner/LaifDie Geschichte besteht aus Willkür und...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Terroranschläge : War der 11. September der Anfang von Trump? Gastbeitrag Von Marci Shore 11.
2026, 15:44Lesezeit: 8 Min. Manhattan, im September vor 25 JahrenAndreas Hahner/LaifDie Geschichte besteht aus Willkür und Zufall, sie hat keinen Fortschritt und folgt keinem Ziel. Und doch war 9/11 ein Riss in der Zeit, der noch immer unsere Gegenwart bestimmt.
Die Einzelheiten
Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Der 11. September war ein Riss in der Zeit, der Anfang vom Ende des Endes der Geschichte. Ich war an diesem Tag in New York City, allerdings nicht in Downtown.
Erst kurz davor war ich aus Kalifornien hergezogen, nachdem ich meine Dissertation über futuristische Lyrik aus Polen eingereicht hatte, und wohnte in einem kleinen, noch leeren Apartment an der Columbia University. Eigentlich hatte ich vorgehabt, den Vormittag in Downtown zu verbringen, genauer gesagt in der Nähe des World Trade Center, denn das war die U-Bahn-Station, die der Wohnung meiner Tante und meines Onkels in Battery Park City am nächsten lag. Ich hatte jedoch erfahren, dass ich als neue Postdoktorandin an einer Universitätsveranstaltung teilnehmen musste, und so verschob ich das Treffen mit meiner Tante auf den nächsten Tag.
Stundenlang starrte ich wie gelähmt an die DeckeFür das World Trade Center sollte es diesen nächsten Tag natürlich nicht geben. Mein Bruder rief mich an, kurz nachdem das zweite Flugzeug in die Zwillingstürme gekracht war. Anfangs verstand ich nicht, was er redete.
Was Experten sagen
Ich schaltete den Computer ein: Die erste Nachricht, die mich erreichte, kam von einer Freundin aus Moskau; sie hatte alles zeitgleich erfahren. Die Berichterstattung war global. Stundenlang starrte ich wie gelähmt an die Decke.
Dann ging ich aus dem Haus und durchstreifte die Upper West Side, vom Krankenhaus zur Synagoge und weiter zur Kirche, auf der Suche nach einer Stelle zum Blutspenden. Passanten die sich in der Nähe des World Trade Centers befanden, liefen entsetzt in Richtung Brooklyn Bridge. Fricke, HelmutIrgendwann stand ich in einer langen Schlange, was sich als sinnlos herausstellte, denn als ich endlich an der Reihe war, wollte man mein Blut nicht haben: Ich wusste nicht mehr, welche Blutgruppe ich habe, und war außerdem zu lange im Ausland gewesen.
Die Pflegekraft nahm meinen Namen und meine Kontaktdaten auf und notierte, dass ich aus slawischen Sprachen übersetzen könnte – eine in diesem speziellen Kontext nutzlose Fähigkeit. „Versuch’s, die verstümmelte Welt zu besingen“In den darauffolgenden Tagen veröffentlichte der „New Yorker“ ein Gedicht mit besonderer Strahlkraft, es stammt von dem polnischen Dichter Adam Zagajewski: „Spróbuj opiewać okaleczony świat“, „Versuch’s, die verstümmelte Welt zu besingen“:Du hast die Flüchtlinge gesehen, die nirgendwohin gingen Du hast die Henker gehört, die fröhlich sangen Du solltest die verstümmelte Welt besingen Denke an die Augenblicke, als ihr beisammen wart in dem weißen Zimmer, und die Gardine sich bewegte Das traf es auf den Punkt.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





