
Teure Spritpreise: Warum die Tankrabatte an den Tankstellen versagen
Teure Spritpreise : Warum die Tankrabatte an den Tankstellen versagen Von Christian Siedenbiedel 04.05.2026, 21:32 Lesezeit: 4 Min. Bildbeschreibung ausklappen Jet-Tankstelle in Bamberg Anfang Mai: Mit dem Tankrabatt...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Teure Spritpreise : Warum die Tankrabatte an den Tankstellen versagen Von Christian Siedenbiedel 04. 2026, 21:32 Lesezeit: 4 Min. Bildbeschreibung ausklappen Jet-Tankstelle in Bamberg Anfang Mai: Mit dem Tankrabatt sind die Benzinpreise gesunken – aber offenbar nicht für lange Zeit.
dpa So teuer wie im April war Tanken noch nie. Die Steuersenkung für Benzin wird bislang nur zum Teil an Autofahrer weitergegeben. An manchen Tankstellen bilden sich mittags kurz vor zwölf Uhr Schlangen von all denjenigen, die noch schnell tanken wollen.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die meisten Autofahrer waren zuletzt nicht richtig glücklich mit den neuen Regelungen für Tankstellen, wie Umfragen des Autoklubs ADAC zeigen. Mit zwei Eingriffen in den Tankstellenmarkt wollte die Bundesregierung gegen die stark gestiegenen Preise für Benzin und Diesel vorgehen. Beides scheint aber – wenn überhaupt – nur sehr begrenzten Erfolg gehabt zu haben.
Zum einen dürfen Tankstellen jetzt nur noch einmal am Tag die Preise anheben, mittags um 12 Uhr. Senken dürfen sie die Preise beliebig oft. Das scheint aber zur Folge zu haben, dass die Mineralölkonzerne dann mittags lieber ein bisschen mehr aufschlagen.
Verschiedene Vergleiche, unter anderem des ADAC, aber auch des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim und des Düsseldorfer Instituts für Wettbewerbsökonomie DICE, haben gezeigt, dass das Benzinpreisniveau dadurch eher gestiegen als gesunken ist. Im April haben die Spritpreise an deutschen Tankstellen laut ADAC das höchste Niveau jemals erreicht. Ein Liter Super E10 kostete im vergangenen Monat im Schnitt 2,109 Euro und ein Liter Diesel 2,263 Euro.
Was Experten sagen
Im Januar waren die Preise im Monatsmittel noch rund 37 Cent je Liter Super E10 beziehungsweise über 57 Cent je Liter Diesel niedriger. „Dies verdeutlicht die enorme Preissteigerung der letzten Wochen und die Mehrbelastung der Menschen, die auf ihr Auto angewiesen sind“, erklärte der Automobilclub. Der Durchschnittspreis für Super E10 überschritt im April das bisherige Monatsmaximum aus dem März 2022.
Zudem wurde der Höchstpreis beim Diesel aus dem Vormonat überstiegen. Mit 2,446 Euro je Liter Diesel war der 7. April 2026 laut dem ADAC der teuerste Tanktag seit Beginn der Preisaufzeichnungen.
Günstige Tankphasen sind kürzer Der Effekt der Regelung ist nicht ganz leicht von anderen Faktoren zu isolieren. Aber der Abstand zwischen Spritpreisen und Rohölpreis war im April seit Einführung der neuen Regelung offenbar im Schnitt größer als im März vor der Regelung. Auch die Phasen, in denen Autofahrer relativ günstig tanken können, sind tendenziell kürzer geworden.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





