
Theatertreffen in Berlin: Jury schafft Frauenquote wieder ab
2019 von der Jury eingeführt Theatertreffen schafft Frauenquote wieder ab Streit um eine Festival-Regel: Beim Theatertreffen soll die Auswahl der »zehn bemerkenswertesten Inszenierungen« künftig ohne Frauenquote...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. 2019 von der Jury eingeführt Theatertreffen schafft Frauenquote wieder ab Streit um eine Festival-Regel: Beim Theatertreffen soll die Auswahl der »zehn bemerkenswertesten Inszenierungen« künftig ohne Frauenquote erfolgen. Kulturschaffende warnen vor einem Rückschritt – die Jury hält dagegen. 05 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Für das Theatertreffen werden jedes Jahr die »zehn bemerkenswertesten Inszenierungen« eingeladen Foto: Jens Kalaene / dpa Das Berliner Theatertreffen verzichtet in den nächsten beiden Jahren auf die Frauenquote. Für das Bühnenfestival werden die zehn bemerkenswertesten Inszenierungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgewählt.
Die Einzelheiten
Seit 2020 galt dabei, dass mindestens die Hälfte von Frauen oder überwiegend weiblichen Kollektiven stammen muss. »Die neue Jury hat sich nach ausgiebiger Beratung entschieden, für die Festivalausgaben 2027 und 2028 ohne Frauenquote zu sichten und einzuladen«, teilte das Festival zum Abschluss des diesjährigen Theatertreffens am Sonntagabend mit. Mehrere Medien berichteten darüber.
Zwei Jurymitglieder erklärten in der Zeitung »Welt« und auf dem Kritikerportal »Nachtkritik« , was ihrer Meinung nach für die Entscheidung spricht. Der Anteil von Regisseurinnen im Theater sei zum Beispiel gestiegen, außerdem gebe es non-binäre Regieführende. Eine Quote bedeute immer auch, dass bei der Juryauswahl eben doch ein weiteres Kriterium zähle.
Und brauche es dann nicht auch Quoten für andere Eigenschaften? Jurymitglied: »Uneingeschränkt das künstlerisch Bemerkenswerte«»Es wird im nächsten Jahr wieder uneingeschränkt um das künstlerisch Bemerkenswerte gehen, egal von wem«, schrieb Jakob Hayner, der Teil der Jury 2027 ist, in der »Welt «. »Und es wird darum gehen, genauer hinzuschauen, was aus Sicht der Kritik im Betrieb für wen gut oder schlecht läuft.
Was Experten sagen
« Bild vergrößern Die Jury des Theatertreffens sowie die Leiterin des Theatertreffens Nora Hertlein-Hull (v. ): Sabine Leucht, Sascha Westphal, Alexandra Kedves, Martin Thomas Pesl, Nora Hertlein-Hull, Vincent Koch, Falk Schreiber und Christine Wahl Foto: Jens Kalaene / dpa / picture alliance Denn beim nächsten Theatertreffen werde die Jury »ihre Beobachtungen und Sichtungserfahrungen zu strukturellen Ungleichheiten« mit der Öffentlichkeit teilen, teilte das Festival mit. Die Frauenquote sei 2019 für die Festivalausgaben 2020 und 2021 eingeführt worden.
Für jedes weitere Jahr sei sie dann von der jeweils amtierenden Jury neu beraten und beschlossen worden.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





