
Tiger in Sachsen: Warum die Polizei eine Raubkatze auf der Straße erschoss
Es hieß Sandokan Warum die Polizei in Sachsen einen Tiger auf der Straße erschoss In der sächsischen Stadt Schkeuditz attackiert ein Tiger einen Mann, auf der Flucht wird die Raubkatze von der Polizei getötet. Was war...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Es hieß Sandokan Warum die Polizei in Sachsen einen Tiger auf der Straße erschoss In der sächsischen Stadt Schkeuditz attackiert ein Tiger einen Mann, auf der Flucht wird die Raubkatze von der Polizei getötet. Eine Spurensuche am Tag danach. Von Peter Maxwill und Kristin Haug 18.
14 Uhr Zur Merkliste hinzufügen X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Raubtier-Gehege von Carmen Zander im Ortsteil Dölzig: »Queen of Tigers« Foto: Peter Maxwill / DER SPIEGEL Sie können den Artikel leider nicht mehr aufrufen.
Die Einzelheiten
Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet. Es war ein Koloss von einem Tier, rund 280 Kilogramm schwer, neun Jahre alt, ein großer »majestätischer Sibirer«. Am Sonntag wurde der Tiger mit dem poetischen Namen Sandokan von Beamten der sächsischen Polizei erschossen, in Dölzig, einem Ortsteil der Stadt Schkeuditz, nahe einer Kleingartenanlage.
Die Raubkatze hatte sich aus ihrem Gehege befreit und einen 72-Jährigen angegriffen. Dann machte sich das Tier auf in Richtung der Kleingartenanlage. Der Mann, offenbar ein Pfleger des Tieres, musste mit Beiß- und Kratzwunden in einem Krankenhaus operiert werden.
Laut Staatsanwaltschaft Leipzig ist er schwer verletzt und kann noch nicht vernommen werden. Sandokan war einer von mehreren Tigern, die von der ehemaligen Dompteurin Carmen Zander, 52, in der Stadt südlich des Leipziger Flughafens gehalten werden. Die Raubkatzen leben dort in einem mit Maschendraht umzäunten Areal von der Größe eines durchschnittlichen Spielplatzes.
Was Experten sagen
Wie der Tiger entweichen konnte, ist der Staatsanwaltschaft Leipzig zufolge unklar. Noch am Sonntag wurde das Gelände auf Anordnung eines Richters bis in die Nacht durchsucht. Die Staatsanwaltschaft teilte dem SPIEGEL mit, es müsse geklärt werden, was genau passiert sei, welche Rolle der Geschädigte hatte – und auch, ob gegen Sicherheitsvorschriften verstoßen worden sei.
Im Gartenhaus verstecktAm Tag nach dem Tigerangriff sind die Menschen noch immer aufgeregt, selbst diejenigen, die dem Tiger gar nicht persönlich begegnet sind. Reiner Wieschollek zum Beispiel, ein älterer Herr mit schlohweißem Haar und Brille. Er steht in seinem Kleingarten in der Frühlingsonne, nicht weit von jener Wiese entfernt, auf der Polizisten das entlaufene Raubtier am Sonntag getötet hatten.
Wieschollek sagt, er sei in seinem Garten gewesen, als plötzlich sein Freund auf ihn zugekommen sei, mit unglaublichen Neuigkeiten: ein ausgewachsener Tiger, freilaufend, vielleicht 25 Meter von ihm entfernt. Die beiden, so erzählt es Wieschollek, hätten sich im Gartenhaus versteckt. Sie hätten viele Polizeifahrzeuge und einen Hubschrauber aus der Ferne gesehen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





