
Todesstrafe: Amnesty sieht weltweit massiven Anstieg von Hinrichtungen
Anwendung der Todesstrafe Amnesty sieht weltweit massiven Anstieg von Hinrichtungen Laut der Menschenrechtsorganisation Amnesty sind im vergangenen Jahr so viele Hinrichtungen durchgeführt worden, wie seit Jahrzehnten...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Anwendung der Todesstrafe Amnesty sieht weltweit massiven Anstieg von Hinrichtungen Laut der Menschenrechtsorganisation Amnesty sind im vergangenen Jahr so viele Hinrichtungen durchgeführt worden, wie seit Jahrzehnten nicht. Hinzu komme eine hohe Dunkelziffer. 49 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Todeszelle in den USA: Pritsche zur Hinrichtung per Injektion Foto: Paul Buck / epa / dpa aufklappen Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier.
Die Einzelheiten
War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten Die Zahl der weltweit erfassten Hinrichtungen ist der Menschenrechtsorganisation Amnesty zufolge im vergangenen Jahr massiv gestiegen.
Verzeichnet wurden 2025 insgesamt 2707 Hinrichtungen in 17 Ländern – das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Anstieg von 78 Prozent. Amnesty zufolge ist es der höchste dokumentierte Stand seit 1981. Die tatsächliche Zahl der vollstreckten Todesstrafen dürfte noch deutlich höher liegen.
Mehr zum Thema Erste Hinrichtungen nach Protesten in Iran: Ringer Saleh Mohammadi, 19 Jahre alt, gehängt Von Anna-Sophie Schneider »Die Todesstrafe ist die extremste Form staatlicher Gewalt: Sie ist unmenschlich, endgültig und lässt keinen Raum für Fehler oder Gerechtigkeit. Dass immer noch Regierungen darauf setzen, zeigt eine erschreckende Missachtung des Rechts auf Leben«, sagt Julia Duchrow, Generalsekretärin von Amnesty Deutschland. Die weltweit höchste Zahl an Hinrichtungen werde in China vollstreckt, teilte Amnesty mit – das tatsächliche Ausmaß bleibe aber unklar, weil entsprechende Daten zu Exekutionen »als Staatsgeheimnis gelten«.
Was Experten sagen
Die erfasste Gesamtzahl enthalte deshalb weder die vermutlich Tausenden Hinrichtungen in China noch die in Vietnam und Nordkorea. In Iran wurden 2159 Hinrichtungen erfasst – mehr als doppelt so viele wie 2024. Anstiege auch in Saudi-Arabien und den USA»In Iran können wir aktuell auf bedrückendste Weise mitverfolgen, wie Staaten die Todesstrafe systematisch einsetzen, um Menschen zum Schweigen zu bringen, benachteiligte Gruppen zu unterdrücken und Angst zu verbreiten«, sagte Duchrow.
»Das ist ein eklatanter Missbrauch staatlicher Macht und ein Angriff auf jede Form von Menschlichkeit und Rechtsstaatlichkeit. « In Saudi-Arabien wurden dem Jahresbericht zufolge mindestens 356 Exekutionen vollzogen. Anstiege wurden auch in den USA (von 35 auf 47), Singapur (von 9 auf 17), Ägypten (von 13 auf 23) und Kuwait (von 6 auf 17) verzeichnet.
Die weiteren Staaten, in denen im vergangenen Jahr die Todesstrafe dokumentiert wurde, sind Afghanistan, Irak, Japan, Jemen, Nordkorea, Somalia, Südsudan, Taiwan, die Vereinigten Arabischen Emirate und Vietnam. Mehr zum Thema Umstrittene Methode zur Hinrichtung: Er überlebte die Giftspritze und soll nun an Stickstoff sterben.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





