
Tödliche Krankheit: Was ist das Hantavirus?
Tödliche Krankheit : Was ist das Hantavirus? Von Vincent Boger 04.05.2026, 17:18 Lesezeit: 4 Min. Bildbeschreibung ausklappen Nagetiere sind die Hauptüberträger von Hantaviren. dpa Auf einem Kreuzfahrtschiff sind drei...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Tödliche Krankheit : Was ist das Hantavirus? Von Vincent Boger 04. 2026, 17:18 Lesezeit: 4 Min.
Bildbeschreibung ausklappen Nagetiere sind die Hauptüberträger von Hantaviren. dpa Auf einem Kreuzfahrtschiff sind drei Menschen gestorben, die sich vermutlich mit Hantaviren infiziert hatten. Welche Symptome verursacht der Erreger, und wie kann man sich schützen?
Die Einzelheiten
Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Vor den Kapverdischen Inseln sind auf einem Kreuzfahrtschiff drei Personen gestorben, die mutmaßlich an einer Infektion mit einem Hantavirus erkrankt waren. Nach Angaben des Reiseveranstalters ist ein Deutscher darunter. Eine epidemiologische Untersuchung ist im Gange, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf der Plattform X meldet.
Nach WHO-Angaben gibt es auf dem Schiff eine weitere Infektion, der Patient wird im Krankenhaus behandelt, sowie zwei Verdachtsfälle unter den Besatzungsmitgliedern, die medizinisch betreut werden. Mit dem Hantavirus stecken sich Menschen nur sehr selten an. Eine Infektion kann jedoch zu hohem Fieber, Niereninsuffizienz und Lungenentzündung führen und dadurch tödlich enden.
Woher kommt das Hantavirus? Zur Familie der Hantaviren gehören mehrere Erreger, darunter das Hantaanvirus, Puumalavirus und Andesvirus, die wie das Coronavirus umhüllt sind. Die Viren passten sich an ihre spezifische Umgebung und Überträger an.
Was Experten sagen
Während man in Europa unter anderem das Puumalavirus findet, ist in Südamerika vor allem das Andesvirus verbreitet. Es wird als Neuwelt-Hantavirus bezeichnet, da die Tiere, die das Virus verbreiten, in Amerika heimisch sind. Übertragen werden die Viren durch Speichel, Kot oder Urin von Nagetieren wie Ratten oder Mäusen.
Auch im getrockneten Zustand bleiben die Hinterlassenschaften über mehrere Tage infektiös. Menschen infizieren sich meistens, wenn sie den Staub der Tierexkremente einatmen oder verletzte Haut in Kontakt mit dem Staub oder Speichel kommt. Da das Virus vom Tier auf den Menschen überspringt, wird die Infektion als Zoonose bezeichnet.
Ob eine Übertragung von Mensch zu Mensch stattfinden kann, hängt von den jeweiligen Varianten ab. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) werden die europäischen und asiatischen Varianten nicht übertragen. Für das Andesvirus finden sich Hinweise für eine mögliche Mensch-zu-Mensch-Übertragung.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





