
Tracker am Buckelwal: „Wer das behauptet, sagt nicht die Wahrheit“
Tracker am Buckelwal : „Wer das behauptet, sagt nicht die Wahrheit“ 04.05.2026, 14:14 Lesezeit: 3 Min. Bildbeschreibung ausklappen Am Freitag: Das Schutznetz an der Barge, das den Buckelwal bei seinem Transport aus der...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Tracker am Buckelwal : „Wer das behauptet, sagt nicht die Wahrheit“ 04. 2026, 14:14 Lesezeit: 3 Min. Bildbeschreibung ausklappen Am Freitag: Das Schutznetz an der Barge, das den Buckelwal bei seinem Transport aus der Ostsee bislang vom offenen Wasser trennte, ist entfernt worden.
dpa Wo befindet sich der Buckelwal, der am Wochenende in die Nordsee gebracht wurde? Lebt das Tier überhaupt noch? Nach der Aktion ist vieles unklar – Kritik gibt es unter anderem am Umgang mit dem Tracker.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Der am freigesetzten Buckelwal befestigte Sender schicke keine Ortsdaten, aber Vitalzeichen des Tiers – an dieser Aussage der privaten Initiative hinter dem Transport mehren sich die Zweifel von Experten. Zwar sei das konkrete Modell nicht bekannt, ein GPS- oder Satellitentracker liefere aber üblicherweise keine Vitalzeichen im medizinischen Sinne, hieß es vom Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW). „Echte Vitalparameter würden spezielle Sensorik voraussetzen.
“ „Es gibt keinen handelsüblichen GPS-Sender, der Vitaldaten des Wals liefern kann – wer das behauptet, sagt nicht die Wahrheit“, sagte der dänische Meeresbiologe Peter Madsen von der Universität Aarhus. Auch Thilo Maack von der Naturschutzorganisation Greenpeace hatte gesagt, ein GPS-Tracker erfasse und übermittle keine Vitaldaten. Welcher Sendertyp konkret verwendet worden sein soll, teilten auf Anfrage weder die Initiative, Jeffrey Foster vom beteiligten Whale Sanctuary Project noch das in die Prüfung der Aktion eingebundene Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommerns mit.
Dem Ministerium lägen noch keine Daten vor, hieß es am Montag lediglich. Nach Angaben der Kleintierärztin Kirsten Tönnies von der Privatinitiative wurde der Tracker am Tier festgeschraubt. Üblicherweise werde der Sender mittels Durchstich an der Rückenfinne befestigt, da er nur an der Wasseroberfläche, also oben am Tier angebracht, Daten liefere, erklärte der Meeresbiologe Boris Culik, früher beim Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel.
Was Experten sagen
Ein so befestigter Tracker könne gar keine Vitaldaten wie Herz- und Atemfrequenz ermitteln, erklärte Maack. Sender wurde anders als üblich nicht getestet Getestet worden sei der Tracker vor dem Freisetzen nicht noch mal, hatte Tönnies auch gesagt. Aus Expertensicht ist das sowohl unüblich als auch unverständlich.
„Eine Funktionsprüfung vor dem Einsatz wäre aus fachlicher Sicht üblich und zu erwarten gewesen“, hieß es vom ITAW. Madsen teilte mit: „Es ist ziemlich amateurhaft, den Sender nicht zuerst zu testen. “ Dass er nicht funktioniert, hätte demnach spätestens nach der Installation am Tier auffallen müssen.
„Wenn sich bewahrheitet, dass der Peilsender keine Daten liefert, wäre das eine Katastrophe, auch für das Rettungsteam“, meint der Walforscher und Meeresbiologe Fabian Ritter.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





