
Trotz Gewinneinbruch: „Nie zuvor haben wir in Europa so viele Auftragseingänge erzielt“
Trotz Gewinneinbruch : „Nie zuvor haben wir in Europa so viele Auftragseingänge erzielt“ Von Henning Peitsmeier, München 06.05.2026, 13:30Lesezeit: 3 Min. Hoffnungsträger: BMW-Chef Oliver Zipse glaubt, dass der...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Trotz Gewinneinbruch : „Nie zuvor haben wir in Europa so viele Auftragseingänge erzielt“ Von Henning Peitsmeier, München 06. 2026, 13:30Lesezeit: 3 Min. Hoffnungsträger: BMW-Chef Oliver Zipse glaubt, dass der vollelektrische BMW iX3 ein großer Erfolg für den Münchner Autohersteller wird.
Foto dpaHohe Zölle in Amerika und ein schwaches Geschäft in China lassen den Umsatz und Gewinn von BMW erheblich schrumpfen. Aber der scheidende Chef hinterlässt eine zuversichtliche Botschaft. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Sieben Jahre hat Oliver Zipse den BMW-Konzern durch schwere Zeiten mit Krisen und Kriegen geführt und dabei Zahlen vorgelegt, die meist deutlich besser ausfielen als bei der Konkurrenz.
Die Einzelheiten
Am Mittwoch präsentierte der scheidende Vorstandsvorsitzende zum letzten Mal die Quartalszahlen des Münchner Autoherstellers – und musste nach sieben Jahren über einen Gewinneinbruch berichten. Der Grund: Die Zölle in den USA, die es im Vorjahr noch nicht in der Höhe gegeben hat, da US-Präsident Donald Trump seinen Handelsstreit erst im April des vergangenen Jahres losbrach. So verringerte sich bei BMW das Ergebnis vor Zinsen und Steuern um 36 Prozent auf 2 Milliarden Euro.
Die Gewinnmarge im Autogeschäft lag bei fünf Prozent und damit in der Mitte der für das Gesamtjahr erwarteten Spanne von vier bis sechs Prozent. Auch der Umsatz nahm ab, und zwar um acht Prozent auf 31 Milliarden Euro. Erst am Wochenende hatte Trump angekündigt, die Zölle auf Fahrzeugimporte aus der Europäischen Union auf 25 Prozent erhöhen zu wollen.
Und dennoch blieb Zipse, der nach der Hauptversammlung in einer Woche den Vorstandsvorsitz an Produktionsvorstand Milan Nedeljković übergibt, so optimistisch wie in all den Jahren zuvor. „Die Zollankündigung von Donald Trump ist erst einmal eine Drohung“, sagte Zipse in der Telefonkonferenz, „und sie kommt auch nicht überraschend. “Er gehe davon aus, dass sobald die Europäische Union den ursprünglich vereinbarten „Deal“ unterzeichne, dieser auch in Kraft treten werde.
Was Experten sagen
„Die Hoffnung stirbt zuletzt. “ Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres sorgten die US-Zölle sowie die von der EU auf China-Importe erhobenen Zölle nach Angaben von Finanzvorstand Walter Mertl insgesamt für eine Belastung von rund 300 Millionen Euro. Auftragseingänge auf RekordniveauZipse, der 35 Jahre für BMW gearbeitet hat, sieht das Unternehmen für die Zukunft gut aufgestellt.
„Unser Geschäftsmodell ist dynamisch“, sagte er, es passe sich schnell an unterschiedliche Markterfordernisse an. So könne etwa die schwache Nachfrage auf dem chinesischen Markt derzeit von der steigenden Nachfrage in Europa abgefangen werden. „Nie zuvor haben wir in Europa so viele Auftragseingänge erzielt wie in den ersten drei Monaten dieses Jahres“, sagte Zipse.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





