
Trotz Irankrieg: Deutsche Wirtschaft wächst um 0,3 Prozent
Trotz Irankrieg : Deutsche Wirtschaft wächst um 0,3 Prozent Von Patrick Welter 30.04.2026, 10:15 Lesezeit: 2 Min. Bildbeschreibung ausklappen Der Export hat zugelegt: Am Neckarhafen in der Nähe von Stuttgart werden...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Trotz Irankrieg : Deutsche Wirtschaft wächst um 0,3 Prozent Von Patrick Welter 30. 2026, 10:15 Lesezeit: 2 Min. Bildbeschreibung ausklappen Der Export hat zugelegt: Am Neckarhafen in der Nähe von Stuttgart werden Container mit Waren verladen.
dpa Das Bruttoinlandsprodukt hat im ersten Quartal um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal zugelegt. Doch die steigenden Preise belasten die weiteren Aussichten. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Trotz der Verwerfungen durch den Irankrieg ist die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal des Jahres gewachsen.
Die Einzelheiten
Gemäß einer ersten Schätzung des Statistischen Bundesamts legte das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 0,3 Prozent gegenüber dem Vorquartal zu und damit noch leicht stärker als am Jahresschluss 2025 mit 0,2 Prozent. Wachstumstreiber waren im ersten Quartal nach den ersten Angaben der private und der staatliche Konsum. Auch der Export habe zugelegt, teilten die Statistiker mit.
Die Daten deuten darauf hin, dass die deutsche Wirtschaft vor dem Irankrieg stärker unterwegs war als vielfach vermutet. Seit Ende Februar treibt die faktische Sperrung der Straße von Hormus Rohöl- und Gaspreise in die Höhe, was Unternehmen und Verbraucher seither belastet. Die Inflationsrate in Deutschland stieg daraufhin auf 2,7 und im April auf 2,9 Prozent.
Preisbereinigt ging der Umsatz an den Tankstellen (einschließlich der Verkäufe in den Tankshops) im März um 8,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat zurück, wie die Statistiker am Donnerstag bekanntgaben. Umfragen unter Unternehmen und unter Verbrauchern zeigten zuletzt, dass das Vertrauen in die wirtschaftliche Entwicklung stark gesunken ist. Zugleich erwarten die Befragten für die kommenden Monate steigende Preise, was auf einen noch stärkeren Inflationsdruck hinweist.
Was Experten sagen
Im vergangenen Jahr war das Bruttoinlandsprodukt um 0,3 Prozent gewachsen, nach zwei Rezessionsjahren. Für dieses Jahr erwartet die Bundesregierung nur noch ein Wachstum von 0,5 Prozent. Die schwache wirtschaftliche Entwicklung schlägt zunehmend auf den Arbeitsmarkt durch.
Im März 2026 waren rund 45,52 Millionen Personen mit Wohnort in Deutschland erwerbstätig. Das waren saisonal bereinigt 25. 000 oder 0,1 Prozent weniger als im Februar.
In den vergangenen zwölf Monaten betrug das Minus im Durchschnitt nur 16.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





