
Trumps Außenpolitik: Eine Kuba-Intervention als Ablenkung vom Irankrieg?
Trumps Außenpolitik : Eine Kuba-Intervention als Ablenkung vom Irankrieg? Von Majid Sattar 18.05.2026, 17:23Lesezeit: 3 Min. Raúl Castro schwenkt 2025 eine kubanische Nationalflagge während der Parade zum 1. Mai auf dem...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Trumps Außenpolitik : Eine Kuba-Intervention als Ablenkung vom Irankrieg? 2026, 17:23Lesezeit: 3 Min. Raúl Castro schwenkt 2025 eine kubanische Nationalflagge während der Parade zum 1.
Mai auf dem Platz der Revolution in Havanna. dpaWashington erhöht den Druck auf Havanna. Einiges erinnert dabei an das Vorgehen mit Caracas – bevor Amerika in Venezuela intervenierte.
Die Einzelheiten
Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Die amerikanische Regierung zieht in ihrer Kuba-Politik die Daumenschrauben an. Nach Monaten eines faktischen Ölembargos und parallelen Geheimverhandlungen von Außenminister Marco Rubio mit Havanna gibt es Anzeichen dafür, dass Washington ein Eingreifen in Kuba vorbereitet. Donald Trump hat mehrfach gedroht, den Inselstaat „zu übernehmen“ – und dabei offengelassen, ob er eine militärische Intervention oder eine „freundliche Übernahme“ in Erwägung zieht.
Derzeit deutet einiges darauf hin, dass Washington – wie im Fall Venezuela – ein mediales Umfeld für eine Intervention bereitet. Dazu zählt, dass amerikanische Nachrichtendienste angebliche Geheimdienstinformationen durchstechen, die eine Bedrohungslage für die Vereinigten Staaten nahelegen. Ein Vorwand für militärisches Eingreifen?
So berichtete das Nachrichtenportal Axios jüngst, dass die amerikanische Regierung über Erkenntnisse verfüge, wonach Kuba mehr als 300 Militärdrohnen erworben habe und deren Einsatz gegen amerikanische Ziele erwäge. Als mögliche Ziele würden der amerikanische Stützpunkt Guantánamo auf Kuba und Militärschiffe erörtert. Nicht ausgeschlossen würden zudem Angriffe auf das 145 Kilometer nördlich von Kuba gelegene Key West in Florida.
Was Experten sagen
Axios berief sich in seinem Bericht auf amerikanische Geheimdienste. Diese Erkenntnisse könnten als Vorwand für ein militärisches Eingreifen Washingtons dienen, zitierte das Nachrichtenportal einen ranghohen amerikanischen Regierungsvertreter. Sie zeigten, wie sehr die Trump-Regierung den Inselstaat als Bedrohung ansehe.
Kubas Außenminister Bruno Rodriguez warf Washington daraufhin vor, einen „betrügerischen Fall“ zu konstruieren, um Wirtschaftssanktionen und eine mögliche militärische Intervention zu rechtfertigen. Havanna bedrohe niemanden und wolle keinen Krieg, teilte Rodriguez am Sonntag in sozialen Medien mit. Das Land bereite sich jedoch darauf vor, einer Aggression von außen im Rahmen des durch die UN-Charta anerkannten Rechts auf Selbstverteidigung zu begegnen.
Eine Anklage gegen Raúl Castro steht im RaumUnterdessen gibt es Hinweise, dass die amerikanische Regierung in dieser Woche strafrechtliche Schritte gegen den früheren kubanischen Präsidenten Raúl Castro einleiten wird. Die Bundesstaatsanwaltschaft im Bezirk Miami werde voraussichtlich am Mittwoch eine Anklageschrift gegen den 94 Jahre alten Bruder Fidel Castros veröffentlichen, berichteten amerikanische Medien mit Bezug auf das Justizministerium in Washington.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





