
Truppenabzug aus Vilseck: Markus Söder bringt Kompensation für betroffene US-Militärstandorte ins Spiel
Möglicher Truppenabzug aus Vilseck Söder bringt Kompensation für betroffene US-Militärstandorte ins Spiel Die USA wollen Tausende Soldaten aus Deutschland abziehen, betroffen soll vor allem der bayerische Standort...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Möglicher Truppenabzug aus Vilseck Söder bringt Kompensation für betroffene US-Militärstandorte ins Spiel Die USA wollen Tausende Soldaten aus Deutschland abziehen, betroffen soll vor allem der bayerische Standort Vilseck sein. Ministerpräsident Söder ärgert sich über die Pläne – und fordert mehr Engagement der Bundesregierung. 57 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (4 Minuten) 4 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren image"> Bild vergrößern Bayerns Ministerpräsident Söder Foto: Michael Bihlmayer / action press Die Pläne des US-Militärs, Tausende Soldaten aus Deutschland abzuziehen, stoßen bei Bayerns Ministerpräsident Markus Söder ( CSU ) auf Unverständnis. »Wir wissen noch nicht endgültig, ob es so ist, dass US-Truppen abgezogen werden, und wenn – so deutet sich die Nachrichtenlage an – aus Bayern«, sagte Söder am Rande von Beratungen der bayerischen Landesregierung in Brüssel.
Die Einzelheiten
»Das ist genauso ärgerlich, wie es gefährlich ist, dass Amerika überlegt, die Mittelstreckenwaffen nicht zu liefern«, sagte Söder. Das Pentagon hatte zuletzt angekündigt, binnen sechs bis zwölf Monaten mindestens 5000 Soldaten aus Deutschland abzuziehen und absehbar keine Mittelstreckenraketen in der Bundesrepublik zu stationieren. Welcher Standort oder welche Standorte von dem Truppenabzug betroffen ist, wurde bislang allerdings nicht offiziell kommuniziert.
Laut Medienberichten soll die sogenannte Stryker-Brigade aus Vilseck verlegt werden. Der Standort in der Oberpfalz, bei dem es sich um den größten Truppenübungsplatz außerhalb der USA handelt, würde damit deutlich personalgeschwächt, bliebe aber erhalten – mit mindestens 8000 Soldaten. (Lesen Sie hier mehr dazu, was Trumps Manöver für Deutschland bedeutet.
) Die US-Maßnahmen werden auch als Reaktion auf Aussagen von Kanzler Friedrich Merz (CDU) verstanden, der zuletzt Kritik am US-amerikanischen Vorgehen in Iran geäußert hatte. Trump reagierte darauf erbost, das Verhältnis zwischen dem Präsidenten und dem Bundeskanzler gilt seitdem als zerrüttet. Söder stichelt, ohne Merz direkt zu nennen Bayerns Landeschef sieht die Verantwortung für den US-Teilabzug nun zumindest teilweise in Berlin.
Was Experten sagen
»Wir sind uns auch nicht ganz sicher, ob es wirklich zwingend gewesen ist, dass das passiert ist«, sagte Söder. Die Probleme seien »teilweise in Berlin« entstanden: »Also müssen sie dort auch gelöst werden. « Die Gespräche mit den USA, so Söder, solle vor allem das Bundesverteidigungsministerium, aber auch das Kanzleramt und das Außenministerium führen.
Es sei sein Wunsch, »dass man sich jetzt engagiert«. Dabei müsse auch darauf hingewirkt werden, die Zahl der amerikanischen Soldaten, die womöglich abziehen, »deutlich zu reduzieren«.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





