
Tschechien: Abgeordnete stellen sich gegen Treffen der Sudetendeutschen
Umstrittene Versammlung Sudetendeutsche unerwünscht: Tschechische Abgeordnete stellen sich gegen Treffen Zu Pfingsten will sich der Verband der Sudetendeutschen in der einstigen Heimat Tschechien treffen, sogar der...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Umstrittene Versammlung Sudetendeutsche unerwünscht: Tschechische Abgeordnete stellen sich gegen Treffen Zu Pfingsten will sich der Verband der Sudetendeutschen in der einstigen Heimat Tschechien treffen, sogar der bayerische Ministerpräsident Markus Söder soll anreisen. Im Prager Parlament reagiert man empört. 00 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (5 Minuten) 5 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Bernd Posselt, Sprecher der Sudetendeutschen Landsmannschaft: von Prager Parlament ausgeladen Foto: Karl-Josef Hildenbrand/ DPA aufklappen Automatisch erstellt mit KI. Mehr Informationen dazu hier.
Die Einzelheiten
War die Zusammenfassung hilfreich? Danke für Ihr Feedback! positiv bewerten negativ bewerten Rund eine Woche vor dem Beginn des Sudetendeutschen Tags in Brünn (Brno) hat sich das tschechische Abgeordnetenhaus entschieden gegen das Vorhaben gestellt.
Eine Entschließung gegen das Treffen deutscher Vertriebener und ihrer Nachfahren wurde mit den Stimmen der rechten Regierungsparteien verabschiedet. Pfingsttreffen der Sudetendeutschen Landsmannschaft soll vom 22. Mai erstmals in Tschechien abgehalten werden.
Die Sudetendeutschen wurden von dem Dialogfestival »Meeting Brno« in die zweitgrößte Stadt des Landes eingeladen. Auch der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat seine Teilnahme angekündigt. Politische SignalwirkungDie Entschließung ist rechtlich nicht verbindlich, hat aber einen hohen politischen Symbolwert.
Was Experten sagen
Für den Antrag stimmten 73 Abgeordnete; es gab keine Gegenstimmen und vier Enthaltungen. Die Opposition blieb der Sitzung aus Protest geschlossen fern, nach eigenen Angaben, um sich nicht an einer Initiative der extremen Rechten zu beteiligen. Auch die Ministerbank blieb auffallend leer.
Die ultrarechte Partei »Freiheit und direkte Demokratie« hatte die Vorlage eingebracht, die auch von der rechtspopulistischen ANO des Regierungschefs Andrej Babiš und der Autofahrerpartei Motoristen unterstützt wurde. Das Abgeordnetenhaus mit 200 Sitzen ist neben dem Senat eine der beiden Parlamentskammern in Prag. In der Entschließung heißt es unter anderem, dass die Veranstalter aufgerufen werden, von dem Vorhaben Abstand zu nehmen.
Man verurteile »jegliche Relativierung der nationalsozialistischen Verbrechen und jegliche Infragestellung der Rechts- und Eigentumsverhältnisse« in Tschechien. Landsmannschaft will an Plänen festhalten»Wir halten selbstverständlich an dem Vorhaben fest«, sagte der Sprecher der Sudetendeutschen Landsmannschaft, Bernd Posselt, der Deutschen Presse-Agentur. Auch an den Reiseplänen des bayerischen Ministerpräsidenten ändere das nichts, hieß es aus Regierungskreisen.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





