
Tschechischer Außenminister: „Glaube nicht, dass Söder und Dobrindt eine gute Zeit haben werden“
Tschechischer Außenminister : „Glaube nicht, dass Söder und Dobrindt eine gute Zeit haben werden“ Von Matthias Wyssuwa, Berlin 10.05.2026, 15:21Lesezeit: 5 Min. Der Außenminister der Tschechischen Republik, Petr...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Tschechischer Außenminister : „Glaube nicht, dass Söder und Dobrindt eine gute Zeit haben werden“ Von Matthias Wyssuwa, Berlin 10. 2026, 15:21Lesezeit: 5 Min. Der Außenminister der Tschechischen Republik, Petr Macinka, am Freitag in der tschechischen Botschaft in BerlinJens GyarmatyPetr Macinka kritisiert, dass der Sudetendeutsche Tag erstmals in seinem Land stattfinden soll.
Das sei ein „sehr unglücklicher Vorgang“. Auch Söder und Dobrindt werden dort erwartet. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Herr Minister, als Viktor Orbán in Ungarn abgewählt worden ist, hat man in Berlin erleichtert aufgeatmet – Sie haben als Außenminister der Tschechischen Republik Ihr Bedauern ausgedrückt.
Die Einzelheiten
Mein Bedauern bezog sich darauf, dass wir eine enge politische Partnerschaft mit Fidesz pflegen, der Partei von Viktor Orbán. In der EU gehören meine Motoristenpartei und die ANO meines Ministerpräsidenten ebenfalls der Familie der europäischen Partei der Patrioten an. Das ist also nicht nur eine bilaterale Beziehung, sondern eine tiefe politische.
Gemeinsam stellen wir uns einer linken und progressiven Ideologie entgegen. Aus deutscher Perspektive ging es vor allem um Orbáns Rolle in der EU. Er hat die Freigabe des 90-Milliarden-Euro-Kredits für die Ukraine blockiert.
Ihre Regierung hingegen hat das nicht getan, und Sie haben Putin kürzlich bei den UN aufgefordert, diesen Krieg zu beenden. Können sich Europa und die Ukraine also auf Prag als Unterstützer im Abwehrkampf gegen Russland verlassen? Mit unserer neuen Regierung hat sich vieles geändert, aber manches bleibt gleich.
Was Experten sagen
Dazu gehört unsere Beziehung zur Ukraine. Die Tschechische Republik reagiert sehr sensibel auf alles, was mit Russland zu tun hat, schon wegen unserer Geschichte. 1968 war die damalige Tschechoslowakei das einzige Land, in das Hunderttausende Soldaten in Moskaus Auftrag einmarschiert sind.
Es gibt also eine sehr natürliche Solidarität mit der Ukraine bei uns. Wir vergessen nicht, was 1968 passiert ist. Eine große Sorge war, dass Ihre neue Regierung die Ukraine-Hilfe stark einschränken könnte – stattdessen führen Sie die wichtige tschechische Munitionsinitiative für Kiew weiter, auch wenn Prag nichts mehr dafür zahlt.
Erklärt 1968 den Sinneswandel? Zuerst geht es ums Geld. Wir haben eine katastrophale Haushaltslage von der vorherigen Regierung geerbt.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





