TV-Kritik Caren Miosga: „Bald macht die SPD Bekanntschaft mit der Fünfprozenthürde“
TV-Kritik Caren Miosga : „Bald macht die SPD Bekanntschaft mit der Fünfprozenthürde“ Von Jannis Koltermann 11.05.2026, 03:46Lesezeit: 4 Min. Das SPD-Logo ist im Willy-Brandt-Haus zu sehen.dpaBei Caren Miosga geht es um...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. TV-Kritik Caren Miosga : „Bald macht die SPD Bekanntschaft mit der Fünfprozenthürde“ Von Jannis Koltermann 11. 2026, 03:46Lesezeit: 4 Min. Das SPD-Logo ist im Willy-Brandt-Haus zu sehen.
dpaBei Caren Miosga geht es um die Zukunft der SPD. Manuela Schwesig will die Bürger vor Mehrarbeit und der AfD retten. Sonst fällt ihr wenig ein.
Die Einzelheiten
Dafür hat Timmy der Buckelwal natürlich einen Auftritt. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App „Was hat Sie zuletzt mehr umgetrieben, das Schicksal von Timmy dem Buckelwal oder jenes der Bundesregierung? “ Dass Manuela Schwesig nach der ersten Frage Miosgas nicht in Lachen ausbrach, sondern mit staatstragender Miene „beides“ antwortete, deutete noch einmal auf die merkwürdige Hysterie hin, die sich des Landes in den vergangenen Wochen wegen eines einzigen gestrandeten Tieres bemächtigt hat – während zwei Millionen andere täglich unbeachtet in den Schlachthöfen sterben.
Offenbar glaubt selbst eine wahlkämpfende Ministerpräsidentin, sich nicht der Politik annehmen zu können, ohne vorher zumindest ihren Umweltminister angewiesen zu haben, sich mit aller Kraft um den Wal zu kümmern. „Arbeitsteilung“ nannte Schwesig das. Bei dieser einen Erwähnung Timmys blieb es am Sonntagabend zum Glück.
Eigentlich hatte Miosga Schwesig in die Sendung eingeladen, um über die Zukunft von Schwesigs Partei zu diskutieren. Die Titelfrage „Wie kann die SPD Vertrauen zurückgewinnen? “ hat für die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern schließlich persönliche und dringliche Relevanz.
Was Experten sagen
Denn Schwesig möchte im September wiedergewählt werden, die SPD liegt mit 26 Prozent in den Umfragen derzeit aber klar hinter der AfD mit 34 Prozent – bei der vorangegangenen Wahl im Jahr 2021 hatte es noch 40 zu 17 gestanden. Wird Schwesig also versuchen, ihre Partei auf einen neuen Kurs einzuschwören oder gleich den Özdemir machen und im Wahlkampf auf maximale Distanz zur Berliner Zentrale gehen? Schwesig kritisiert MerzDem Özdemir-Vergleich wich Schwesig wie zu erwarten aus.
Ansonsten schien sie die Linie zu verfolgen: Distanz zur Bundesregierung: ja, Distanz zur Bundespartei: nein. Die vom Bundesrat am Freitag gestoppte Entlastungsprämie erklärte sie für endgültig gescheitert. Die meisten Unternehmen hätten ohnehin keinen Spielraum, sie auszuzahlen, und man solle „nur Dinge versprechen, die auch wirklich kommen“.
Anders als Markus Söder zuvor im „Bericht aus Berlin“ erkannte sie in der Prämie aber keine sozialdemokratische Idee, sondern meinte im Gegenteil, die SPD habe frühzeitig darauf gepocht, auch die Ministerpräsidenten, Arbeitgeber- und Arbeiternehmervertreter mit an den Verhandlungstisch zu holen, was dann aber unterblieben sei. Ist das Ergebnis also ein kommunikatives Desaster?
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





