
TV-KRITIK „HART ABER FAIR“: Aiwanger ging es um Conchita Wurst
TV-KRITIK „HART ABER FAIR“ : Aiwanger ging es um Conchita Wurst Von Thomas Holl 12.05.2026, 04:24Lesezeit: 5 Min. Conchita Wurst 2014 beim ESC in DänemarkdpaDem diesmal wegen Israel und Gaza wie nie zuvor politisch...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. TV-KRITIK „HART ABER FAIR“ : Aiwanger ging es um Conchita Wurst Von Thomas Holl 12. 2026, 04:24Lesezeit: 5 Min. Conchita Wurst 2014 beim ESC in DänemarkdpaDem diesmal wegen Israel und Gaza wie nie zuvor politisch aufgeladenen ESC gehörte fast ein ganzer Abend im Ersten.
Einer unterhaltsamen Doku zum 70. folgte eine lebhafte bis krawallige Runde bei „Hart aber Fair“. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Wenn Politik auf Unterhaltung trifft, könnte diesmal auch das Motto von „Hart, aber fair“ gelautet haben.
Die Einzelheiten
Die schwerste Krise in der 70jährigen Geschichte des Eurovision Song Contest war Anlass für eine ganz spezielle Talkshowrunde, nicht nur über die Chancen des Daueraußenseiters Deutschland zumindest auf ein nicht so blamables Abschneiden wie bei den letzten Malen zu spekulieren. Der Boykott von fünf nicht unwichtigen ESC-Teilnehmerländern bewegt wenige Tage vor dem Finale in Wien am Samstag nämlich auch in Deutschland die Gemüter. Wegen Israels harter militärischer Reaktion im palästinensischen Gaza-Streifen auf das Massaker der Terrororganisation Hamas am 7.
Oktober 2023 boykottieren Spanien, Irland, Island, Slowenien und die Niederlande ausgerechnet im Jubiläumsjahr das weltweit größte TV-Musikevent mit zuletzt rund 166 Millionen Zuschauern. Dass die Europäische Rundfunkunion als ESC-Veranstalter Israel nicht vom Wettbewerb ausschloss, führte zu diesem beispiellosen Schritt. Hubert Aiwanger, Landesvorsitzender der Freien Wähler BayerndpaDoch bevor die erfolgreiche deutsche ESC-Veteranin Katja Ebstein – dreimal unter den ersten Drei – mit dem als politisch konservative Stimme eingeladenen Freien-Wähler-Chef Hubert Aiwanger darüber diskutierte, galt es für den Zuschauer noch einmal zur Auffrischung des Grundlagenwissens eine ebenso unterhaltsame, wie informative 90minütige Doku zur Geschichte des ESC mit Schwerpunkt Deutschland zu absolvieren.
Mit Hape Kerkeling, Peter Urban, Jean-Paul Gaultier, Ralph Siegel, Nana Mouskouri, Johnny Logan und Guildo Horn als bekennende ESC-Fans, Teilnehmer und Zeitzeugen. In der Sendung wurde auch klar, dass der ESC bei seinem Start elf Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs als ein europäisches Verständigungsprojekt angelegt und deshalb nie ganz unpolitisch war. „Solange es den ESC geben wird, hat die Demokratie in Europa eine Chance“, setzte Kerkeling ein starkes Statement gleich zu Beginn der Doku.
Es waren nur vermeintlich angenehm unpolitische Schlagerzeiten, als Udo Jürgens für sein Heimatland Österreich mit „Merci, Cherie`“ vor genau 60 Jahren den damals noch mit steifer Eleganz ausgerichteten Grand Prix d Èurovision genannten Sangeswettbewerb gewann. Ein betulich inszenierter Wettstreit mit harmlosen Showelementen, dessen Teilnehmerzahl bis zum Ende des Kalten Krieges noch überschaubar blieb und dessen politisches Aufregerpotential gering war.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





