
Uli Hoeneß im Interview: „Zum WM-Finale gehe ich nicht hin“
Uli Hoeneß im Interview : „Zum WM-Finale gehe ich nicht hin“ Von Christopher Meltzer, München 09.05.2026, 10:30Lesezeit: 15 Min. „Die Nervosität hat etwas nachgelassen, aber wenn das Spiel beginnt, spüre ich sie dann...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Uli Hoeneß im Interview : „Zum WM-Finale gehe ich nicht hin“ Von Christopher Meltzer, München 09. 2026, 10:30Lesezeit: 15 Min. „Die Nervosität hat etwas nachgelassen, aber wenn das Spiel beginnt, spüre ich sie dann doch wieder“, sagt Uli Hoeneß, 74 Jahre, Ehrenpräsident des FC Bayern München.
Jana IslingerUli Hoeneß verrät im ausführlichen Gespräch, worum die Gegner den FC Bayern München beneiden, warum Handyfotos für ihn ein Fluch sind und welchen Fehler der Fußball-Weltverband FIFA begeht. Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Herr Hoeneß, ist es in den vergangenen 25 Jahren vorgekommen, dass Sie sich auf ein Fußballspiel des FC Bayern nicht gefreut haben? Ja, als wir im Viertelfinale der Champions League 2009 gegen Barcelona gespielt haben.
Die Einzelheiten
Die haben uns im Hinspiel nach Strich und Faden auseinandergenommen. Ich saß damals im Camp Nou noch neben Jürgen Klinsmann auf der Bank. So oft wie in der ersten Halbzeit dieses Spiels habe ich meinem Leben noch nie auf die Uhr geschaut – weil sie einfach nicht zu Ende gehen wollte.
Als die erste Halbzeit des Hinspiels vorbei war, stand es 4:0 für den FC Barcelona. So ist das Spiel dann auch ausgegangen. Das war die größte Blamage für Bayern München.
Die hatten Mitleid mit uns. Ich hatte das Gefühl, dass die in der Halbzeitpause gesagt haben: Jetzt machen wir mal ein bisschen langsamer. Auf das Rückspiel in München habe ich mich nicht gefreut.
Was Experten sagen
Aber am Fußballschauen haben Sie heute dieselbe Freude wie früher? Im Moment macht es mir richtig Spaß, unserer Mannschaft zuzuschauen. Ich gehe voller Vorfreude ins Stadion, weil jedes Mal etwas Außergewöhnliches passieren kann.
Ich bin bei den Mannschaftssitzungen nicht dabei, aber ich habe das Gefühl, dass unser Trainer Vincent Kompany die Spieler extrem gut einstellt. Sie wissen immer, was zu tun ist. Gab es Phasen, in denen Sie auf einmal das Gefühl hatten, dass Sie die Freude am Fußballschauen verlieren?
Wenn man so viele Titel gewinnt, so viele Höhen hat, meinen die Leute, es gibt keine Tiefen, aber die gibt es. Ich bin 1979 Manager geworden. Da gab es Krisen und – Moment, da fällt mir ein, wie wir 1992 unter Erich Ribbeck bei den Stuttgarter Kickers gespielt haben.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





