
Umfrage: Jeder Dritte ist mit dem Gesundheitssystem unzufrieden
Umfrage Jeder Dritte ist mit dem Gesundheitssystem unzufrieden Fehlendes Vertrauen, lange Wartezeiten, Ärztemangel: Die Deutschen hadern zunehmend mit der medizinischen Versorgung im Land. Und die Mehrheit der...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Umfrage Jeder Dritte ist mit dem Gesundheitssystem unzufrieden Fehlendes Vertrauen, lange Wartezeiten, Ärztemangel: Die Deutschen hadern zunehmend mit der medizinischen Versorgung im Land. Und die Mehrheit der Bevölkerung befürchtet, dass sich die Lage verschärfen wird. Von Christian Teevs 12.
21 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Audio steht in Kürze zur Verfügung In Kürze bereit X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Schlange vor Arztpraxis in Dortmund (Archivbild): 72 Prozent der Befragten beklagen lange Wartezeiten Foto: Friedrich Stark / IMAGO Das Sparpaket von Nina Warken ist noch nicht beschlossen.
Die Einzelheiten
Doch schon jetzt gibt es reichlich Widerstand gegen die Pläne der CDU-Gesundheitsministerin. Am Dienstag stellte sich Warken dem Unmut beim Ärztetag in Hannover. Nun zeigt eine aktuelle Umfrage im Auftrag der DAK Gesundheit, wie heikel die Lage für die Ministerin ist.
Schon jetzt ist die Zufriedenheit der Deutschen mit dem Gesundheitssystem auf den niedrigsten Stand seit 15 Jahren gefallen. Laut DAK beurteilten bis 2022 noch mehr als 80 Prozent der Bürger das Gesundheitswesen positiv. Aktuell seien es nur noch 62 Prozent.
Die Zahl der Unzufriedenen habe sich in den vergangenen Jahren verdreifacht, mittlerweile sehe jeder Dritte die Versorgung kritisch. Das Institut für Demoskopie Allensbach hat vom 18. April insgesamt 1015 Menschen ab 16 Jahren befragt.
Was Experten sagen
Auch die Reaktionen auf Warkens 16-Milliarden-Euro-Sparpaket wurden in der repräsentativen Umfrage untersucht. Verschlechtert haben sich die Werte für die stationäre und ambulante Versorgung. Demnach haben nur 33 Prozent der Befragten uneingeschränktes Vertrauen in die Leistungsfähigkeit der Krankenhäuser.
2022 seien es noch 43 Prozent gewesen. Kritisiert wird auch der wachsende Ärztemangel. Der Umfrage zufolge ist der Anteil der Bevölkerung, der einen Ärztemangel in der eigenen Region erlebt, seit 2011 von 13 auf 36 Prozent gestiegen.
In Ostdeutschland sei mehr als jeder Zweite von dem Problem betroffen. Lange Wartezeiten für einen Arzttermin würden mit 72 Prozent am häufigsten als Grund negativer Erfahrungen genannt. Dazu kommt: Die Mehrheit der Befragten (59 Prozent) erwartet, dass die Gesundheitsversorgung sich in den kommenden zehn Jahren verschlechtert.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





