
US-Truppenabzug: Rolf Mützenich rät zu Abrüstungsgesprächen mit Russland
Geplanter US-Teilabzug Mützenich rät zu Abrüstungsgesprächen mit Russland Der geplante Abzug von US-Soldaten aus Deutschland löst Besorgnis aus. Der frühere SPD-Fraktionschef Mützenich will Russland bewegen, abzurüsten....
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Geplanter US-Teilabzug Mützenich rät zu Abrüstungsgesprächen mit Russland Der geplante Abzug von US-Soldaten aus Deutschland löst Besorgnis aus. Der frühere SPD-Fraktionschef Mützenich will Russland bewegen, abzurüsten. Sicherheitsexperte Nico Lange rät zu einer anderen Strategie.
00 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren image"> Bild vergrößern Rolf Mützenich Foto: Horst Galuschka / dpa / picture alliance Der frühere SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich setzt im Umgang mit Russland auf Diplomatie: Angesichts der geplanten Reduzierung der US-Militärpräsenz in Europa rät er zu Abrüstungsgesprächen mit Moskau.
Die Einzelheiten
Man müsse jetzt darauf dringen, »dass die russischen, atomar bewaffneten Mittelstreckenraketen aus Belarus und Kaliningrad abgezogen werden«, sagte Mützenich der »Süddeutschen Zeitung« (Montagsausgabe). Weitere Schritte könnten dann »in einen rüstungskontrollpolitischen Gesamtprozess eingebettet« werden. Mützenich verwies vordergründig auf das Abrücken der USA von der Stationierung von Mittelstreckenraketen in Deutschland.
Durch die von ihm befürwortete Abrüstungsinitiative könne Europa nun »eine Rolle zurückgewinnen, die in der Vergangenheit aus Abschreckung und kluger Diplomatie bestand«, sagte der SPD-Politiker. Sicherheitsexperte warnt vor Abschreckungslücke Zu einer anderen Strategie riet hingegen der Sicherheitsexperte Nico Lange: »Kommen keine amerikanischen Raketen, brauchen wir deutsche oder europäische oder zumindest von amerikanischen Entscheidungen unabhängige Abstandswaffen, die konventionelle Abschreckung leisten«, sagte er ebenfalls der »Süddeutschen Zeitung«. Lange lehrt am Lehrstuhl für Militärgeschichte der Universität Potsdam.
Zwischen 2019 und 2022 war er Leiter des Leitungsstabs im Bundesministerium der Verteidigung. Er war zudem Leiter der Konrad-Adenauer-Stiftung in der Ukraine und hat einige Zeit in Russland verbracht. Mehr zum Thema Transatlantische Krise: Trump will »weit mehr als 5000« US-Soldaten aus Deutschland abziehen Reaktionen Teilabzug von US-Truppen aus Deutschland: »Sicherheitspartnerschaft ist kein Deal und die Nato kein Basar« Deutsch-amerikanisches Verhältnis: Wie Donald Trumps Zorn Deutschland trifft Von Matthias Gebauer und Paul-Anton Krüger Strack-Zimmermann zu US-Teilabzug: »Merz sollte sich zukünftig überlegen, welche Folgen seine Worte haben« Ein Interview von Anna Reimann Er gab zu bedenken, dass man seit 2018 wisse, »dass russische Iskander-Raketen in Kaliningrad stationiert sind und uns bedrohen«.
Wenn die Stationierung der US-Raketen jetzt nicht komme, dann »bleibt die Abschreckungslücke bestehen und Russland hat durch seine Raketen in Kaliningrad potenziell Macht über uns und wir könnten in die Erpressbarkeit rutschen«, warnte Lange. US-Präsident Donald Trump hat einen Teilabzug der US-Truppen in Deutschland und Europa angekündigt.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





