
USA: Berlin setzt auf US-Präsenz und fordert mehr europäische Verantwortung
»Die USA brauchen diese Standorte« Wadephul und Merz reagieren gelassen auf Trumps Truppenabzugsdrohung Trotz neuer Signale aus Washington glaubt die Regierung nicht an einen starken US-Truppenabzug aus Deutschland....
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. »Die USA brauchen diese Standorte« Wadephul und Merz reagieren gelassen auf Trumps Truppenabzugsdrohung Trotz neuer Signale aus Washington glaubt die Regierung nicht an einen starken US-Truppenabzug aus Deutschland. Außenminister und Kanzler unterstreichen die Bedeutung der US-Präsenz und fordern mehr europäische Verantwortung. 10 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (5 Minuten) 5 Min X.
com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren image"> Bild vergrößern Außenminister Johann Wadephul, Kanzler Friedrich Merz: »Die USA brauchen diese Standorte« Foto: Carsten Koall / dpa Die Bundesregierung hat gelassen auf die erneute Drohung von US-Präsident Donald Trump mit einem Teilabzug amerikanischer Streitkräfte aus Deutschland reagiert. Im Rahmen der Nato leiste die Bundeswehr »Seite an Seite mit den Vereinigten Staaten von Amerika , Seite an Seite mit den Bündnispartnern in der gesamten Nato« eine Arbeit an strategisch wichtigen Standorten in Deutschland, sagte Kanzler Friedrich Merz bei einem Besuch am Truppenübungsplatz im niedersächsischen Munster.
Die Einzelheiten
Es sei »ein gutes Zeichen«, dass der kommandierende General der US-Streitkräfte in Europa und Afrika am Dienstag eine gemeinsame Übung in Munster verfolgt habe. »Denn diese Arbeit leisten wir eben Schulter an Schulter zum gegenseitigen Nutzen und in tiefer transatlantischer Verbundenheit«, fügte Merz hinzu. Der Kanzler ging nicht direkt auf die Bemerkung von Trump ein, der am Mittwoch auf seiner Plattform Truth Social geschrieben hatte, dass die USA eine mögliche Reduzierung der Truppen prüften.
Es werde in Kürze eine Entscheidung getroffen, schrieb Trump. Die Ankündigung kam kurz nach gegenseitiger Kritik zwischen Merz und Trump. Der Kanzler hatte den USA Planlosigkeit in dem von ihnen und Israel begonnenen Irankrieg vorgeworfen.
Trump hatte daraufhin dem Kanzler vorgeworfen, dieser wolle, dass Iran Atomwaffen besitze. Merz forderte in Munster jedoch, dass der Sanktionsdruck gegen Iran erhöht werden müsse. »Das militärische Nuklearprogramm im Iran muss beendet werden, es darf keine Schläge mehr gegen Israel und die Partner in der Region geben«, sagte er.
Was Experten sagen
Auch Bundesaußenminister Johann Wadephul ( CDU ) hat gelassen auf Berichte über eine mögliche erneute Prüfung eines US-Truppenabzugs aus Deutschland durch Präsident Trump reagiert. Auf die Frage, ob ihn das verunsichere, antwortete Wadephul in der RTL -Sendung »Nachtjournal Spezial« auf seiner Reise in Rabat mit einem kurzen »Nein«. Es werde insgesamt »schon auch eine Verschiebung von Kräften geben«.
Die USA hätten bereits früher unter US-Präsident Barack Obama deutlich gemacht, sich stärker auf den pazifischen Raum konzentrieren zu wollen, sagte er. »Wir müssen mehr übernehmen, wir müssen stärkere Schultern herausbilden. « Der europäische Pfeiler der Nato werde deshalb stärker werden, sagte Wadephul.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





