
Vatertag an Himmelfahrt: Männer, werdet wütend! - Kommentar
meinung Patriarchale Strukturen Männer, werdet wütend! Ein Kommentar von Marc Röhlig Sexismus, Gewalt, Diskriminierung: Viele Männer lässt das, was Frauen widerfährt, kalt. Der »Männertag« an Christ Himmelfahrt ist ein...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. meinung Patriarchale Strukturen Männer, werdet wütend! Ein Kommentar von Marc Röhlig Sexismus, Gewalt, Diskriminierung: Viele Männer lässt das, was Frauen widerfährt, kalt. Der »Männertag« an Christ Himmelfahrt ist ein Tag der Sorglosigkeit – und Teil des Problems.
50 Uhr Zur Merkliste hinzufügen X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X. com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Junge Männer beim Umzug mit Bollerwagen: Feiern, grölen, trinken Foto: Markus Ulmer / Pressefoto Ulmer / picture alliance Sie können den Artikel leider nicht mehr aufrufen.
Die Einzelheiten
Der Link, der Ihnen geschickt wurde, ist entweder älter als 30 Tage oder der Artikel wurde bereits 10 Mal geöffnet. Den Männern geht es gut. Wenn viele von ihnen an Christi Himmelfahrt wieder auf die Straße gehen, dann nicht, um zu demonstrieren.
Es geht an diesem Tag ums Feiern, Grölen, Trinken; darum, laut zu sein und unbequem. Längst gilt der Feiertag in Deutschland als inoffizieller Männertag. Auch viele Frauen gehen an »ihrem« Frauentag auf die Straße, wie zuletzt am 8.
Auch sie sind laut und unbequem. Aber sie tun es nicht, um Spaß zu haben. Sie protestieren gegen strukturelle Benachteiligung und Ungleichheit.
Was Experten sagen
Hier Sorglosigkeit, dort VerzweiflungWo der Männertag für Männer ein echter Feiertag ist, bleibt der Frauentag für Frauen immer noch ein Kampftag. Sorglosigkeit bei den Männern, Wut bei den Frauen – klarer kann man die Schieflage zwischen den Geschlechtern kaum zeigen. Egal, ob #MeToo, Pelicot, Epstein: Nach kurzer Empörung, wenn überhaupt, endet unser Engagement gegen patriarchale Strukturen oft wieder.
Mehr zum Thema Gewalt gegen Frauen: Wer heute Opfer sein darf – und wer nicht Ein Gastbeitrag von Alice Hasters Strafanzeige gegen Christian Ulmen: »Du hast mich virtuell vergewaltigt« Kanzler im Umfragetief: »Merz wirkt altmodisch – und nicht im positiven Sinne« Ein Interview von Fabian Hillebrand So war es auch im Fall von Collien Fernandes. Im SPIEGEL hatte sie ihrem Ex-Mann Christian Ulmen vorgeworfen, Fake-Profile von ihr erstellt und gefälschte pornografische Bilder und Videos verschickt zu haben. Nach der Enthüllung empörten sich auch viele Männer, gingen mit für einen besseren Schutz von Frauen vor Gewalt demonstrieren.
Doch wenige Wochen später scheint nun schon wieder alles beim Alten. Ein nachhaltiges Engagement für echte Gleichberechtigung gelingt uns Männern anscheinend nicht. Es gibt zwar die eine oder andere kleine Initiative: In Hamburg planen Männer eine Demo gegen patriarchale Gewalt, »Vatertag reframed« nennen sie ihren Aufruf.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





