
Ver.di-Chef: Merz suchte bislang keinen Konsens mit Gewerkschaften
Rente, Gesundheit, Sozialstaat Ver.di-Chef kritisiert Merz für fehlende Gesprächsangebote Bei den anstehenden Reformen arbeite Bundeskanzler Friedrich Merz kaum mit den Gewerkschaften zusammen, kritisiert Ver.di-Chef...
No Meeting by June 30 — Where will Trump and Putin meet after that?
Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Rente, Gesundheit, Sozialstaat Ver. di-Chef kritisiert Merz für fehlende Gesprächsangebote Bei den anstehenden Reformen arbeite Bundeskanzler Friedrich Merz kaum mit den Gewerkschaften zusammen, kritisiert Ver. di-Chef Frank Werneke.
Zudem stellte er klar, welchen Maßnahmen er auf keinen Fall zustimmen würde. 45 Uhr Zur Merkliste hinzufügen Artikel anhören (3 Minuten) 3 Min X. com Facebook E-Mail Link kopieren Weitere Optionen zum Teilen X.
Die Einzelheiten
com Facebook E-Mail Messenger WhatsApp Link kopieren Bild vergrößern Ver. di-Chef Frank Werneke (Archivbild) Foto: Jens Kalaene / dpa Ver. di-Chef Frank Werneke hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) vorgeworfen, für die Reformpläne der Bundesregierung bislang keinen Konsens mit den Gewerkschaften gesucht zu haben.
Jetzt solle es im Juni ein erstes Gespräch im Kanzleramt geben – das sei auch gut, sagte Werneke in der ARD-Sendung »Bericht aus Berlin«. »In Zeiten von Angela Merkel und Olaf Scholz hat es regelmäßig Austauschrunden der Sozialpartner im Kanzleramt gegeben«, sagte er mit Blick auf Merz' Vorgänger im Kanzleramt. »Bislang hat die Bundesregierung alle möglichen Kommissionen eingesetzt zur Rente, zu Gesundheit, zur Zukunft des Sozialstaates, ohne jegliche Beteiligung der Sozialpartner, ohne Arbeitgeberverbände, ohne Gewerkschaften«, kritisierte Werneke in Bezug auf die amtierende schwarz-rote Bundesregierung.
Auf die Frage, wie kompromissbereit die Gewerkschaften seien, sagte der Ver. di-Chef: »Wir sind immer dazu bereit, da, wo wir Veränderungsbedarfe sehen, unsere Vorschläge einzubringen, uns mit den Vorschlägen der Arbeitgeber und der Bundesregierung auseinanderzusetzen, zum Beispiel beim Thema Rente. « Man habe auch Diskussionsbedarf zum Thema Zukunft der Pflege und des Gesundheitswesens.
Was Experten sagen
Kein »Ja« zu höherem RenteneintrittsalterDer Ver. di-Chef stellte zugleich aber klar: »Wenn es nur darum geht zu sagen, da sollen Arbeitnehmerrechte abgebaut werden, der Kündigungsschutz soll verschlechtert werden, die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, dann gibt's da nichts, was wir anbieten können. « So sei ein höheres Renteneintrittsalter nichts, wozu man Ja sagen werde.
Mehr zum Thema Gewerkschaftsboss Vassiliadis über Reformen: »Ich habe den Kanzler gewarnt: Hört auf mit dem Quatsch« Von Gerald Traufetter und Kathrin Werner Friedrich Merz und das magische Wort: Reden voller »Blut, Schweiß und Tränen« werden diesen Kanzler nicht retten Eine Kolumne von Samira El Ouassil Koalitionsspitzen auf DGB-Kongress: Die Sozialpartnerschaft ist am Ende Eine Kolumne von Michael Sauga Zur angestrebten Flexibilisierung des Achtstundentags meinte Werneke, es gebe bereits »Hunderte von Tarifverträgen mit hochflexiblen Arbeitszeitmodellen«. »Es gibt überhaupt gar keinen Handlungsbedarf«, fügte er hinzu. »Was diskutiert wird und was ja auch Teil des Koalitionsvertrages ist, ist, dass die Möglichkeit geschaffen werden soll, durch Direktionsrecht der Arbeitgeber, 13 Stunden am Stück zu arbeiten.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





