
Verkehrsbilanz in Hessen: Fast 40 Prozent mehr Unfälle mit E-Scootern
Verkehrsbilanz in Hessen : Fast 40 Prozent mehr Unfälle mit E-Scootern Von Ralf Euler 11.05.2026, 15:37Lesezeit: 3 Min. Notfalleinsatz: Rettungskräfte helfen nach einem schweren Verkehrsunfall Mitte April auf der...
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Wichtige Entwicklungen prägen das Weltgeschehen. Verkehrsbilanz in Hessen : Fast 40 Prozent mehr Unfälle mit E-Scootern Von Ralf Euler 11. 2026, 15:37Lesezeit: 3 Min. Notfalleinsatz: Rettungskräfte helfen nach einem schweren Verkehrsunfall Mitte April auf der Autobahn 661 bei Frankfurt.
dpaDie Verkehrsunfallbilanz in Hessen zeigt besorgniserregende Entwicklungen. Die Zahl der Unfälle mit Elektrorollern steigt drastisch, junge Fahrer sind häufiger in Unfälle verwickelt – und Cannabis spielt eine wachsende Rolle. Zusammenfassung Anhören Merken Teilen Verschenken Drucken Zur App Alle dreieinhalb Minuten ereignet sich in Hessen ein Verkehrsunfall.
Die Einzelheiten
Alle zwanzig Minuten wird dabei ein Mensch verletzt. Vier Menschen sterben jede Woche auf den Straßen des Landes – und viermal täglich verunglückt jemand mit einem E-Scooter. Alle 19 Minuten ist ein junger Fahrer zwischen 18 und 24 Jahren in einen Unfall verwickelt.
Diese Durchschnittswerte, die das hessische Innenministerium am Montag bei der Präsentation der Verkehrsunfallbilanz 2025 nannte, machen das abstrakte Zahlenmaterial des Jahresberichts greifbar. Insgesamt registrierte die hessische Polizei im vergangenen Jahr 150. 286 Verkehrsunfälle, eine Zunahme um 2,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (2024: 146.
199 Menschen kamen ums Leben – nahezu identisch mit dem Vorjahreswert von 198. Die Zahl der Schwerverletzten stieg leicht um 0,4 Prozent auf 3230, die der Leichtverletzten um 3,7 Prozent auf 22. Mehr als die Hälfte aller Unfälle – 51,1 Prozent – ereigneten sich innerorts.
Was Experten sagen
Die steigenden Unfallzahlen sind nach Angaben des hessischen Innenministers Roman Poseck (CDU) nicht zuletzt eine Folge der wachsenden Zahl von Kraftfahrzeugen. Hinzu kämen eine zunehmende Vielfalt an Verkehrsmitteln – von E-Scootern über Pedelecs bis hin zu Lastenrädern – und eine Infrastruktur, die mit dieser Entwicklung oft nicht Schritt halten könne. Minister gegen Tempolimit auf AutobahnenObwohl verantwortungsloses Fahrverhalten wie mangelnder Abstand und überhöhte Geschwindigkeit nach wie vor für einen Großteil (40 Prozent) der schweren Unfälle verantwortlich sind, lehnt Poseck ein generelles Tempolimit auf Autobahnen ab.
Dafür sehe er „keine Notwendigkeit“, sagte der Minister bei der Vorstellung der Unfallbilanz im Frankfurter Polizeipräsidium. Poseck wies darauf hin, dass sich nur elf Prozent aller Verkehrsunfälle auf Autobahnen ereigneten und dass diese Schnellstraßen damit „relativ sicher“ seien. Landespolizeipräsident Felix Paschek ergänzte, dass die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf Streckenabschnitten mit erhöhter Unfallhäufigkeit schon jetzt begrenzt sei.
Wo nötig, würden Tempolimits verhängt. Im Zehnjahresvergleich zeichnet sich bei der Entwicklung der Unfallhäufigkeit in Hessen ein positiver Trend ab: Seit 2015 ist die Zahl der Schwerverletzten um 32,2 Prozent zurückgegangen, die der Verkehrstoten von 244 auf 199 gesunken – eine Verringerung um 18,4 Prozent.
Die Entwicklung hat international große Aufmerksamkeit erregt; diplomatische Kreise verfolgen sie genau.





